Curry Manufaktur

Seit der letzten Currywurst und dem Ende der komprimierten Wurstwoche sind drei und seit meiner ersten Laufeinheit zwei Tage ins Land gezogen. Am regulären Wurstmittwoch, den 4.07.2018, ereilte mich diesmal der Ruf von der ebsch Seit. Via ÖPNV machte ich mich mit Kinderwagen auf die recht kurze Reise nach Wiesbaden. Dort traf ich meinen Bruder (vgl. Blogbeitrag Imbiss No.1) und gemeinsam erreichten wir den Wiesbadener Wochenmarkt. Unser Ziel war der mobile Stand der Wiesbadener Curry Manufaktur. Allerdings zeigte sich schnell, dass sich an diesem Stand eine sehr lange, eine wirklich sehr lange Schlange gebildet hatte. Das ist natürlich ein gutes Zeichen, was die Wurstqualität betrifft.

Allerdings nicht so gut für uns und so – wir sind ja nicht dumm – gingen wir kurzerhand zum Laden der Curry Manufaktur, der nicht weit entfernt (direkt unterhalb des römischen Tors gelegen) war. Hier hatten wir Glück – wir kamen gerade in einer kurzen Pause des Mittagsansturms und konnten recht zügig bestellen. Mein Bruder wählte – wie immer – Rindscurry mit Semmel und ich selbstverständlich Bratcurry mit Pommes Frites. Als Menü erhält man dies mit einem Kaltgetränk für 7,70 Euro.

Erst dachte ich, ich würde mal wieder überfordert werden, ob der Möglichkeit aus verschiedenen Dingen wählen zu müssen. Es gestaltete sich aber recht einfach. Drei Wurstsorten: Bratwurst, Biobratwurst und Rindswurst. Vier Schärfegrade und Semmel vs. Pommes Frites. Angeblich kann man anstelle der normalen Currysauce auch aus einer Reihe belgischer Saucen und verschieden Topings für die Pommes Frites wählen. Nach ca. 5-10 Minuten könnten wir uns die Currywürste am Tresen abholen – wir hatten noch ein lauschiges Plätzchen auf der Gasse ergattern können…

Erster Eindruck? Hmm, wieder so ein Hippsterbräter. Als Negativbeispiele fallen mir da immer ad hoc das Curry Kartell oder O’s Curry ein. Wobei ich letzteren definitiv noch eine Chance einräumen muss. Beim Bestellvorgang konnte man aber direkt auf die Bratpfanne schauen und sehen, dass die Würste ordentlich gebraten wurden. Dies stärkte gleich wieder meine Zuversicht. Immerhin werden der Curry Manufaktur die Türen eingerannt – das spricht doch für ein gutes Produkt. Ein bisschen angehippstert geht dann wohl in Ordnung, dachte ich mir…

Wie hat’s geschmeckt? Die Wurst schmeckte sehr gut – sehr gut gewürzt und definitiv richtig angebraten. Ein Fest der Brataromen. Die Currysauce verdient ihren Namen – Curry, nix bitter und auch nicht zu tomatig. Rundum gelungen. Currypulver drauf und hatte sogar Geschmack. Beim Aufgeben der Bestellung hätte man die Wahl zwischen vier Schärfegraden. Ich wählte standard oder normal und stellte fest, dass eine feine leichte Schärfe vorhanden war. Die Pommes Frites. Die waren wirklich gut. Alle waren gut frittiert, außen kross und innen schön kartoffelig. Darf man gar nicht an die schlechten Pommes Frites aus dem Bootshaus denken. Auch wurde hier scheinbar besonderes Gewürzsalz benutzt. Die Lokalität war in Ordnung – Mischung aus bisschen Hippster und ner klassischen Currywurstbude. Da Personal war auf jeden Fall sehr nett…

Currymanu

Fazit? Mit 20 (von 25) Punkten schneidet die Curry Manufaktur ziemlich gut ab und reiht sich in die Spitzengruppe mit ein. Wer also eine gute Currywurst essen will und dabei ein bisschen Hippsterei haben möchte, dem sei die Curry Manufaktur empfohlen. Einziges Manko, man muss dafür auf die ebsch Seit. Und am Ende stellt sich die Frage, warum die Jungs vom Mainzer Curry Kartell das nicht hinbekommen…

Curry Manufaktur

 

 

3 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s