REWE-Glockenbäckerei

17.10.2018 – Wurstmittwoch. Mehr überraschend ergab sich dieser für mich. Eigentlich wollte ich nur eine Brezel kaufen, da fiel mein Blick zufällig auf die feilgebotene Currywurst bei der Glockenbäckerei im Rewe am Mainzer Hauptbahnhof. Und schon siegte die Neugier. Für 2,50 Euro sollte der Curry Cup mit Brötchen mir gehören.

Erster Eindruck? Typischer Supermarktbäcker mit einem zusätzlichen Angebot an einfachen warmen Speisen. Bis sie bestellt werden, nehmen die Currywurststückchen in der Sauce im Aufwärmedelstahlbottich ein Dauerbad. Mit einer großen Kelle gelangt dann ein nicht geringer Anteil Wurst mit Currysauce in einen verschließbaren Pappbecher, der zusammen mit einem Brötchen eine „runde“ Mahlzeit abgibt. Hatte ich bisher so auch noch nicht.

Wie hat’s geschmeckt? Die Wurst hatte trotz ihres Dauerbads eine sehr feste Konsistenz. Geschmacklich auch nicht wirklich überzeugend, die Industriewurst war aber Dank des Bades ziemlich heiß. Die Currysauce – wohl ebenfalls ein Systemgastroprodukt – schmeckte wiederum gar nicht mal so schlecht. Vorne ordentlich viel Curry und wenig tomatig und im Abgang sogar etwas scharf. Überraschend. Currypulver war keines drauf – so langsam bin ich wirklich etwas traurig, dieses Qualitätsmerkmal in die Bewertung mit einbezogen zu haben; das Pulver ist unverarbeitet so überflüssig wie ein Kropf.

Anstelle von Pommes Frites gab es hier nur ein trockenes Brötchen. Das mag ja ok und auch mancherorts traditionell so sein, leider war es aber auch schon etwas zu trocken und hart. Spricht wohl nicht so sehr für die eigentliche Kernkompetenz einer Bäckerei, auch wenn es nur eine Aufbackfiliale ist. Die Lokalität? Der Bahnhofsrewe wurde nicht wirklich mit Charme beschenkt und so ist es weder gemütlich noch irgendwie authentisch. Ich nahm darum den Curry Cup mit und suchte mir ein feines Plätzchen in der noch recht warmen Herbstsonne, bei immerhin 23°C Außentemperatur.

Glockenbaeckerei

Fazit? Mit 8 (von möglichen 25) Punkten kann der Currycup wirklich nur eine Notlösung darstellen. Sollte man bei Heißhunger oder akutem Phosphatstangennotstand entweder nur 2,50 Euro dabei haben oder die nächste ordentliche C-Wurst zu weit entfernt entfernt sein, dann tut es vermutlich auch das Angebot der Glockenbäckerei. Wenn man das Currypulver als Bewertungskriterium außer acht ließe, dann würde der Currycup besser als die Currywurst im Bootshaus abschneiden. Und das beste daran? Man würde dabei auch noch sage und schreibe 10,50 Euro sparen… 😉

Glockenbaeckerei

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