Rembser’s Pfundsladen

31.10.2018 – Wurstmittwoch. 🙂 Nachdem ich bereits vor ca. einem Monat vergeblich Harry’s Wursteck suchte, dann glücklich Rembser’s Pfundsladen fand, aber dennoch keine Phosphatstange bekam, versuchte ich mein Glück einfach erneut. Ich half diesem ein wenig nach, indem ich dort schon um 11:15 Uhr auf der Matte stand. Mit Erstaunen stellte ich fest nicht allein zu sein – scheinbar ist dies in Wiesbaden Mainz-Kastel eine adäquate Mittagessenszeit. Übrigens verband ich den Besuch hier mit dem viel geschätzten letzten Mittwoch eines Monats, bei dem es beim italienischen Supermarkt Celpro, gleich ums Eck, immer 20% Rabatt auf den Einkauf gibt – ziemlich gut für Espresso etc…

Erster Eindruck? Rembser’s Pfundsladen ist eine Mischung aus Metzgerei und Imbiss mit sehr bodenständigem Fleischfachverkaufscharme. Hier ist alles schön weiß gekachelt und die Wände zieren abgelaufene Qualitätsmanagementzertifikate bzgl. Fleischverarbeitung und dem Etikettieren von Rindfleischerzeugnissen – sehr vertrauenserweckend. Die Wurstfachverkäuferinnen und Wurstfachverkäufer waren ziemlich nett und unaufgeregt. Beispielhaft sei eine Scene die sich direkt vor mir am Tresen zwischen einer Wurstfachverkäuferin (WFV) und einem Ehepaar abspielte:

WFV: Bittschön?

Frau: Bitte zweimal das Grillhuhn.

WFV: Zum Hieressen oder Mitnehmen?

Mann: Zum Mitnehmen.

Frau: Könnten Sie bitte den Salat weglassen?

WTV: Hmm. Ja. Wissen se, ich mach Ihnen dafür einfach eh Röschti mehr rein. Salat ist ja eh überbewertet.

Frau: Na ja. Die Kinder essen ja eh keinen Salat. Und wer soll den dann essen? Eh Röschti mehr klingt suber.

Was soll man dazu noch sagen…

Neben einem Stammessen bekommt man allerhand Fleischereifastfood – eben auch eine Currywurst (wahlweise Brat oder Rind) mit Pommes Frites und einem Softgetränk für 5,99 Euro.

Wie hat’s geschmeckt? Das Wurstbrät war fein mit Kräutern und weiß und schmeckte dementsprechend gut. Die Wurst war ordentlich gebraten – einziger Nachteil: die Wurst wartete hinterm Tresen unter der Wärmelampe auf den Verkauf, so dass sie außen etwas ausgetrocknet wirkte. Dennoch aber, eine gute Wurst. Die Sauce war Durchschnitt. Basis war irgendein Ketchup mit Curry verfeinert und Schärfe fehlte gänzlich. Auch hätte es etwas mehr sein können. Das Pulver war dezent gestäubt und vermochte erwartungsgemäß auch nichts am Geschmackserlebnis zu schrauben.

Zu den Pommes Frites lässt sich auch nur das Prädikat Durchschnitt attestieren. Nicht schlecht aber auch nicht erinnerungswürdig. An dieser Stelle fällt mir ein, dass ich bald dem Imbiss No.1 einen Besuch abstatten sollte – bin schon sehr gespannt, wie sich hier die Pommesperfektion entwickelt hat. Die Lokalität ist schon urig. Neben Arbeitern scheinen hier auch viele Rentner einzukehren, so dass es genügend zu Beobachten gibt – für einen ollen Soziologen hochspannend.

rembsers

Fazit? Mit 16 (von möglichen 25) Punkten kann man hier getrost eine C-Wurst essen gehen – vielleicht einfach mit dem nächsten Celpro-Besuch verbinden. 😉

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