Suchtfaktor – oder auch die Phosphatstange mit dem Faktor Sucht

16.03.2019 – Ein neuer/alter Currywurstdealer hat das Parkett betreten. Der Imbiss mit dem schönen Namen Suchtfaktor. Er ist mir bisher noch nicht untergekommen, jetzt steht er aber – zumindest samstags – vorm Eingang des Mainzer Kaufhof.

Erster Eindruck? Cooler Grillwagen im Look eines Retroliners. Das Personal auch – also nicht der Look, vielmehr sind die total nett. Der Standort vorm Kaufhof ist gut gewählt – hier kommen viele Menschen durch, vor allem an einem sonnigen Samstag. Thüringer Bratwurst in Rheinland-Pfalz? Geht das? Haben da die Rheinhessen drauf gewartet?

suchtfaktor

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst – eine original Thüringer Rostbratwurst – schmeckte mir sehr gut. Leckeres Brät, gut gebraten. Allerdings hatte ich mit der Konsistenz meine Probleme. Ich dachte immer, dass eine Thüringer Bratwurst eine eher feste Beschaffenheit hätte. Die Bratwurst vom Suchtfaktor ist jedoch recht weich- ein wenig zu weich. Bei der nächsten Wurst muss ich den Bräter einmal fragen.

Die Wurst ist deshalb weich, weil sie nicht vorgegart ist. Also sie ist wie bei uns in Thüringen üblich roh. Sie kann höchstens übergart werden, dann wird sie aber schnell zu trocken. (Peter)

Die Currysauce gefiel mir sehr gut. Sie wies eine gewisse Geschmeidigkeit auf. Fast so als wäre die Sauce abschließend mit ein wenig Sahne verfeinert worden. Normalerweise bin ich kein Fan von Sahnesaucen, da besagte Namensgeberin geschmacklich immer sehr dominant wirkt und so die eigentlichen Sauceninhalte zu blass wirken. Hier hat mich aber das Zusammenspiel von Curry mit Rahm doch überzeugt.

Ach übrigens verwenden wir keine Sahne oder ähnliches. Wir nehmen frische Karotten, Zwiebeln, Äpfel und schwitzen das sehr stark an bis sich Röstaromen bilden und das Ganze wird mit Kirschtomaten aufgefüllt und mit bis zu 18 verschiedenen Zutaten abgeschmeckt. Unter anderem Mangopürre, Apfelmus, Mangochutney, Barbecuesauce. Die Farbe kommt später vom mixen durch den hohen Anteil an frischem Gemüse und Obst. Dadurch wird sie etwas heller als üblich. (Peter)

Das Currypulver – verwendet werden die Mischungen von Ingo Holland (Altes Gewürzamt in Darmstadt) – ist in fünf Schärfegraden wählbar. Ich wählte die Mitte, also die Mischung Goa und muss sagen, dass ich eine angenehme Schärfe hatte. Endlich mal wieder ein Currypulver, das für mehr taugt als nur für schlichte Deko.

Die Fritten, die zur Thüringer Rostbratwurst gereicht werden, haben einen breiten Schnitt, so wie man sie in Holland oder Belgien bekommt. Sie schmeckten vornehmlich nach Kartoffel und nicht nach Pommesfett und ihr Frittiergrad gefiel mir gut – knusprig. Gut so.

Der Retroliner in front of Kaufhof ist einfach super. Ich konnte mein Fahrrad inkl. Fahrradanhänger direkt neben dem Retroliner abstellen und an einem Stehtisch meine Mantaschale genießen. Hier fühlt man sich richtig wohl – ähnlich wie beim Glöckle Streetfood.

Suchtfaktor

Fazit? Wer lecker-Phosphatstange essen gehen möchte – zumindest Samstagmittags – der kann getrost beim Suchtfaktor halt machen. 20 (von möglichen 25) Punkte stehen für sich. Besser ist’s nur noch bei Zum Schorsch oder Roth’s Food Truck

Ein Blick ins Mainzer Currywurst-Ranking 2018 !!!

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