Tower One – oder auch Currysauce im Flugzeugtank

30.03.2019 – Ein herrlicher sonniger Frühlingstag im schönen Mainz. Wie heißt es so schön „pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus an’Wannsee“. Na gut – das wäre a) doch noch viel zu kalt für die Jahreszeit und b) von Mainz aus auch ganz schön weit für einen Tagesausflug gewesen. Und so packten drei Väter ihre Kinder in Fahrradanhänger und Autos und tourten zum Flugplatz Mainz-Finthen (EDFZ).

Der Flugplatz war bis 1993 in Nutzung erst durch das Nazi-Nachtjagdgeschwader 5, dann durch die Aviation légère de l’armée de terre und schließlich die 205th Assault Support Helicopter Company (ASHC) „Geronimos“ in Benutzung, danach wurde er zivil. (Vielen Dank Wikipedia für Dein grenzenloses Wissen…)

Weiter kann man dort lesen, dass im Zuge des Neubaus des Towergebäudes die frühere clubeigene Kantine in eine professionell geführte Gaststätte umgewandelt wurde – das Restaurant Tower-One. Von der vergrößerten Aussichtsterrasse hat man einen guten Überblick auf das Vorfeld und den Flugbetrieb…

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Erster Eindruck? Der erste Eindruck ist nett. Die Terrasse ist wirklich groß, das Personal schien auch kompetent zu sein. Wir kamen dort kurz nach 14:00 Uhr an, die Küche hatte eigentlich gerade geschlossen, dennoch konnten wir unsere Currywürste ordern. 🙂 Einmal Bratcurry mit Fritten kosten ca. 8 Euro.

Für die Kinder war es prima – während die 5-Jährigen um den Tower flitzen konnten um bspw. Steine zu sammeln, hatten die Einjährigen Spaß daran, die ausladende Treppe hoch und wieder runter und wieder hoch und und und… zu steigen…

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Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst kam ungeschnitten daher, wie das in der „gehobenen“ Gastronomie öfter der Fall ist – mit Einjährigem auf’m Schoss ist das immer wieder eine Herausforderung. Nun wie hat die Wurst geschmeckt? Geht so. Die Wurst war ziemlich fest, mir schon zu fest und geschmacklich war sie eher fad. Die Wurst geht auf jeden Fall besser.

Die Currysauce wiederum war richtig gut – selbst gekocht, hoher Tomatenanteil und ein bisschen scharf. Und wie in der Gastronomie üblich fand sich auch die Vitamin C-reiche Petersiliendeko auf der Wurst. Wer es braucht. Die Petersilie musste sich allerdings den Dekoplatz mit Standardcurrypulver teilen.

Die Fritten schmeckten gut. Sie hatten einen normalen Schnitt und sie waren ausreichend frittiert und scheinbar mit so etwas wie Pommesgewürzsalz endbehandelt. Das schmeckte vor allem den Kindern gut – alle salz- und glutamatsüchtig. Und warm waren die Fritten auch.

Die Lokation war auch in Ordnung – ist halt ein Restaurant am Flugfeld. Immer Motorengeräusche auf den Ohren – das soll ja auch sein, ist immerhin ein Flugplatz. Auch scheint das Tower One ein Magnet für Fahrradausflügler zu sein – war ordentlich was los. Eines fand ich allerdings bedenklich – warum schließt die Küche an einem sonnigen Samstag bereits um 14:00 Uhr? Nach uns kamen noch allerhand Besucher, die dann vermutlich ihren Hunger mit milchhaltigen Kaffeespezialitäten bekämpfen mussten. In der Umgebung gibt es ansonsten keinen anderen Anbieter von Essen…

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Fazit? Die Wurst war jetzt nicht so berühmt. Dennoch lohnt sich ein Ausflug zum Tower One – falls man Flugzeuge und so was mag. Und mit einer Gesamtpunktzahl von 15 (von 25 möglichen) Punkten ist man hier nicht ganz falsch aufgehoben. Es müsste also nicht „Flugzeuge“ sondern Curryworscht im Bauch heißen. Guten Appetit…

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