Dreistern Currywursttopf – oder die wunderbare Konservenwelt der Eintöpfe

Heute ist wieder so ein Tag. Ein weiterer Corona-bedingter Homeoffice-Tag mit den Kindern zuhause. Und Mittags muss dann natürlich etwas auf den Tisch. Zum Glück habe ich ja ein paar Konserven-Phosphatstangen im Schrank…

Erster Eindruck? Aus dem Schrank habe ich „Mein Lieblingsgericht – Currywursteintopf mit Kartoffeln“ gefischt. Dieses Fertigprodukt kommt aus dem Hause ***DREISTERN. Von der gleichen Firma hatte ich früher schon die Hot Box Currywurst getestet. Das war ein Epic Fail. Aber jetzt steht da ja „Mein Lieblingsgericht“ auf der Packung. Wir werden sehen.

dreisternwursttopf-01Dieses Fertigprodukt kommt ebenfalls nicht aus der Kühlung und ist somit vermutlich auch als Bunkernahrung konzipiert, falls uns doch noch irgendwann mal ein Krieg – vermutlich ein atomarer und vermutlich dann der letzte – erwischen sollte. 75 Jahre Frieden ist Thüringen ja wohl zu lang oder zu selbstverständlich vorgekommen. In Coronazeiten – also Hamsterzeiten ist dieser Currywursttopf sicherlich auch schon ausverkauft…

Wie hat’s geschmeckt? Bockwurstscheiben, immerhin 20 % der Gesamtmenge (400 g) – das sind dann ca. 80 g. Schmecken irgendwie wenig nach Schwein, und wenig nach Rauch, dafür aber sehr nach einer größeren Ansammlung von Konservierungsstoffen.

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Currysoße ist ein bisschen scharf und schmeckt wirklich nach Curry – laut Verpackung machen 1,3 % der Gesamtmenge die Gewürzmischung aus. Das sind immerhin 5,2 g. Aber leider schmeckt sie auch krass nach Fertigprodukt – Konservierungs- und Säuerungsmittel. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn die Paprikastückchen nach Mixed Pikels schmecken.

Bestandteil der Soße oder Suppe sind Kartoffeln (23 %) in kleinen mundgerechten Stücken. Die schmecken zwar nach Kartoffeln – mich wundert aber wie die das in diesen Fertigprodukten hinbekommen, dass die Beschaffenheit immer 1a ist, nicht zu fest, aber auch nicht zu mehlig.

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Die heimische Wurstküche ist eigentlich immer tiptop – heute jedoch ist ein quengelndes kleines Kind dabei, das erst nix essen möchte und wenn ich endlich mit dem Verzehr des Currywursteintopfs beginnen möchte lauthals nach Honigbrot skandiert. Unterbrechung also – das Honigbrot ist noch nicht fertig geschmiert, da ist der kleine Racker auch bereits auf der Küchenbank eingeschlafen. Keine Musik zum Essen und keinen Espresso hinterher. Darum gibt es für die Wurstküche heute nur eine durchschnittliche Bewertung…

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Fazit? Einen Versuch war es vielleicht wert. Vermutlich aber nicht. 8 (von möglichen 20) Punkte sprechen für sich…

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