Currywurst am Fuße der Burg Trifels oder Barbarossa und der Vatertag

Es ist mal wieder Christi Himmelfahrt. Alle haben frei. Warum? Die abendländische Tradition ist schuld. Und weil Traditionen gerne von der Spaßgesellschaft vereinnahmt, ausgehöhlt und – zumindest konsumistisch – neugedeutet werden, stellte sich irgendwann der Brauch ein, aus diesem christlichen Tag, an dem ein Sohn (Wiedergänger) zu seinem Vater (monotheistische Gottheit) heimkehrt, einen Tag zu Ehren des gemeinen teutonischen Durchschnittsmannes, idealerweise – vaters – zu entwickeln. Den Vatertag. Die meisten saufen und grillen, ungeachtet der Tatsache, ob auf sie das Attribut Vater passt, die anderen gehen mit ihrer Familie wandern.

Wir gehen also wandern. Das Wetter ist herrlich und so fahren wir in die Südpfalz und dort zur Burg Trifels. Erst geht es hoch zur Burg. Hier ist alles auf Tourismus ausgelegt, auch in Coronazeiten: Abstandhalten, Mund-Nasenschutz tragen und zügig den Rundweg durch die Burg absolvieren. Bevor wir nach der Burg noch ein wenig weiterwandern, stärken wir uns am Imbiss/Kiosk am Fuße der Burg Trifels. Hier gibt es neben Eis, Currywurst etc. sogar Pfälzer Saumagen mit Fritten. Ich bestelle mir natürlich eine Currywurst mit Fritten für 5,90 Euro…

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Erster Eindruck? Am Fuße des Burgbergs liegt ein großer Parkplatz. Dieser ist schon ziemlich nah an der Burg – man kann natürlich auch im Tal bei Annweiler die Wanderung starten, dann ist sie tagesfüllend – mit kleinen Kindern jedoch bietet sich der nahe Parkplatz an. Dieser ist eingerahmt durch ein Ausflugslokal namens Barbarossa und einen Kiosk, an dem man neben Kleinigkeiten auch die Parktickets kaufen muss. Trotz Abstands und nicht vorhandenen Sitzmöglichkeiten ist der Kiosk gut besucht, so tummeln sich kleine Grüppchen auf einer Wiese und vespern…

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Wie hat’s geschmeckt? Die Wurst entpuppt sich als eine Art Bockwurst. Erwartet hätte ich hier eigentlich eine Rote. In der Pfalz gibt es in der Regel die Unterscheidung zwischen einer Weißen und einer Roten, wobei sich die Rote hier größerer Beliebtheit erfreut. Während es sich bei der Weißen um eine klassische Schweinebratwurst handelt, ist die Rote eine Rindswurst. Diese Wurst ist aber eine gebratene Bockwurst. Ich bin ja nicht der größte Bockwurstfan, darum ist meine Bewertung auch sehr „subjektiv“.

Die Currysauce schmeckt tatsächlich nach Curry. Es handelt sich vermutlich um ein Fertigprodukt – allerdings kein schlechtes. Die Konsistenz ist flüssiger als vermutet. So lassen sich die Fritten gut in der Sauce tunken, vor allem auch, da sich die Sauce in der Schale nicht verlaufen kann.

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Die Fritten sind heiß und schmecken nach Kartoffel, gar nicht mal schlecht. Der Schnitt ist gewöhnlich. Sie sind recht hell, dennoch halbwegs kross, allerdings könnten sie noch mehr Salz vertragen.

Die Lokalität gefällt mir recht gut. Der Kiosk hat in normalen Zeiten zwei durch die umliegenden Bäume beschatteten bestuhlte Sitzflächen, sehr schön. Der Parkplatz ist wenig störend und das Personal recht nett…

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Fazit? Eine Currywurst im Schatten der Burg Trifels geht. Vielleicht sollte man die Wurstsorte näher bei der Bestellung beschreiben, dann bekommt man vielleicht satt der Bockwurst eine Weiße oder Rote. Sauce und Fritten sind guter Durchschnitt. Aber ich denke auf einem „Berg“ kann man nicht mehr erwarten…

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