Curry König Kall – oder Biergarten am Bootshaus

Wochenende und halbwegs gutes Wetter. Also machen wir eine kurze Fahrradtour auf die Ebschseit, genauer auf die Maaraue die zum Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim gehört. Klingt seltsam, ist aber so. Apropos Fahrradtour, bald findet wieder der deutschlandweite Event des Stadtradelns statt – in Mainz vom  vom 05.09. – 25.09.2020. Und natürlich ist wie im letzten Jahr auch wieder das Team Wurstzeitblog am Start. Hanswurst tritt wieder ordentlich in die Pedale und wer will kann ihn dabei unterstützen! IM TEAM WURSTZEITBLOG MITRADELN

Direkt neben dem Campingplatz auf der Maaraue finden Hanswurst und ich den Biergarten am Bootshaus. Das Highlight ist hier der sehr anmutig aussehende Schnellimbiss mit dem majestätischen Namen Curry König Kall. Eigentlich ist die Umschreibung finden nicht ganz richtig, hat uns vor kurzem ein Freund auf den Imbiss aufmerksam gemacht. Hanswurst schnauft bereits ganz ordentlich und so ist er überglücklich seinen Drahtesel in die Ecke zu werfen und sich gebieterisch an einem der Tisch niederzulassen…

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Erster Eindruck? Gute Idee hier einen Biergarten zu eröffnen, findet Hanswurst. Ähnlich wie auf der Mainzer Rheinseite gibt es zu wenig Gastronomie. Der Wirt berichtet uns, dass er hier großes vorhabe. Einen Biergarten mit Winzerwein und Selbstgebackenem – und Events will er hier auch noch durchziehen. Allerdings muss dafür der große Curry Köng Kall zwei kleineren Wagen weichen, einem für die Speisen und einem für die Getränke. Hanswurst treten bei dieser Aussage dicke Krokodilstränen in die Augen. Später nimmt er sogar die Worte barbarisch und idiotisch in den Mund, als er larmoyant das Thema des Imbisswagens wieder und wieder anspricht.

Dann soll es anstelle des Einwegplastikgeschirrs Glas und Keramik geben. Immerhin ein ökologisches Bewusstsein. Natürlich wird das auch des EU-Verbots geschuldet sein, das ab 2021 in Kraft treten wird – endlich. Außerdem versichert uns der Wirt, dass die Currywurst im Programm bleiben solle. Immerhin. Auf diesen Klassiker kann – DARF! – ein Curry König Kall nicht verzichten.

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Für je 6 bis 7 Euro bekommen wir eine Bratcurry mit Fritten. Im Angebot ist hier selbstverständlich auch die Rindscurry…

Fairwurstet

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst schmeckt gut. Sie weist ein gräuliches Brät mit Kräutern auf und ist gut angebraten. Die Pelle finde ich allerdings ein wenig zu fest bzw. zu hart – Hanswurst ist da indifferent. Der Wirt meint, er ließe sich von seinem Metzger des Vertrauens, ansässig im Taunus, wenn ich es noch richtig zusammen bekomme, beliefern. Hanswurst meint dazu, es sei doch Worscht, Hauptsache es schmeckt. Ich bin da anderer Ansicht – ich finde es durchaus wichtig, welche Wurst auf dem Grill liegt und bringe hiesigen, lokalen Metzgern mehr Vertauen entgegen als bspw. den Tönnies und Höneßen dieser Welt. Nebenbei nicht vergessen: FAIRWURSTET!

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Die Currysauce ist ok. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie selbst gekocht ist, sie weist einfach zu viel Ähnlichkeit mit einer bekannten Fertigsauce auf. Das Curryaroma gefällt mir aber gut. Hanswurst ist über die Übersichtlichkeit der Sauce ein wenig enttäuscht. Er meint, dass sie mengenmäßig doppelt hätte ausfallen können.

Die Fritten sind für die Katz. Die Riffelpommes haben sich mit Frittierfett voll gesogen, was sie zum einen fest und schwer und zum anderen eher unlecker werden lässt. Ich hätte als Beilage das Brot wählen sollen, angeblich vom Bäcker seiner Wahl direkt für ihn gebacken – analog zur Wurst seines Metzgers seines Vertrauens. Hanswurst mümmelt derweil stoisch seine Riffelfritten.

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Die Lokation ist ganz in Ordnung. Hanswurst und ich erfreuen uns sehr am Imbisswagen. Mal schauen, wie lang es den Curry König Kall noch geben wird, was natürlich davon abhängig sein wird, ob und wann der Wirt seine Pläne für die Umgestaltung seines Biergartens umsetzen wird können. Hoffentlich nicht so schnell erklärt mir Hanswurst ein ums andere mal – langsam nervt er….

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Fazit? Nett ist es hier. Der Wirt ist ein lustiger Typ, der ein gute Currywurst anbietet und wehrmutstropfenmäßig schlechte Fritten vertickt. Vielleicht sollte er beim Pommes Män einen Crashkurs belegen – in Coronazeiten geht das sicherlich auch digital. 😉 Ansonsten mal sehen was die Zukunft bringen wird…

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