Schlemmerkistl (gegenüber Michelin) – wie, hier gibt’s nur Rote? Und sagt man heute noch Zigeunersauce?

Heute führt mich eine Dienstreise nach Landau. Und da noch wenig Zeit ist, suche ich mir spontan einen kleinen Imbiss. Ich finde das Schlemmerkistl (gegenüber Michelin). Hier gibt es zum Glück Currywurst. Diese ist dann schon meine dritte Phosphatstange in Landau, nach Spitzfadens Spezialitäten und Anselmann’s

Erster Eindruck? Im Schlemmerkistl (gegenüber Michelin) trifft sich der Malocher, der Rentner, der Handwerker – alles was hier im Industriegebiet zu tun hat, allerdings tatsächlich nur Männer. Genau ein Industriegebiet – diese beherbergen ja bekanntlich in der Nachbarschaft beliebte, aber ansonsten wenig beachtete Imbissbuden. Diese hier bietet einen Innenbereich und eine Sonnenterasse Dank Corona gibt es einige Hygieneregeln zu beachten, wie die Mund-Nasenschutzpflicht und das Desinfizieren der Hände.

Nach dem Desinfizieren der Hände bestelle im Imbissraum bei der netten Imbissfrau eine Currywurst mit Fritten. Ja – eine Frau, die ihre (scheinbar überwiegend) Stammgäste und wie bereits erwähnt nur männliche, bravorös im Griff hat. Trotz Auszeichnung gibt es keine „Weiße“ und so bestelle ich dann doch eine „Rote“, was der Imbissfrau ein bisschen Leid tut…

Wie hat’s geschmeckt? Die Rote schmeckt wahrscheinlich ganz gut, wenn man drauf steht. Die Imbissfrau meint, dass es nicht lohnt eine Bratwurst vorzuhalten, da nur Rindswurst verlangt werden würde. Ist halt eine Rindswurst.

Die Currysauce ist sehr fad. Leider. Es scheint eher ein verdünnter Tomaten-Ketchup, mit Currypulver bestäubt, zu sein. Vielleicht gibt es in diesem Imbiss andere, bessere Saucen (Zigeunersauce z. B. – obwohl die jetzt anders heißt, oder? Pikante Paprikasauce, vielleicht? Sollte man an dieser Stelle den gesellschaftlichen Diskurs über politisch korrekte Bezeichnungen wieder aufnehmen?). Ich werde es wohl in diesem Leben nicht herausfinden. 😉

Die Fritten können ebenfalls wenig überzeugen. Sie waren nicht lang genug im Fritteusenbad und haben auch zu wenig Salz. Hm.

Das Schlemmerkistl wiederum finde ich ganz hervorragend. Die Imbissfrau hat die Ruhe weg, neben mir sind hier noch industriegebietsansässige Malocher, die zu ihrem Stammessen lecker Weizenbier trinken und 2 Rentner, ebenfalls biertrinkend. Alles wirkt hier so, als ob die Imbissfrau versucht hat, eine ihr eigene Vorstellung von Gemütlichkeit umzusetzen, vor allem mit ihren zeitlosen „Porzellan“tellern…

schlemmerkistl

Fazit? Wegen des Currywursterlebnisses muss ich nicht wiederkommen. Der Imbiss an sich ist aber schon besuchenswert…

Wo?

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