DB – oder auch Deutschlands schnellste Currywurst auf Schienen!

Heute ist es soweit, ich fahre endlich mal wieder ICE und komme dadurch zu der Chance, die vermutlich schnellste Phosphatstange Deutschlands zu probieren…

Erster Eindruck? Bahnfahren in Corona-Zeiten ist nicht so prall. Ich fahre ICE von Frankfurt a. M. bis Kiel, das heißt 5 Stunden Maskenpflicht. Hm, jetzt jammere ich hier? Geht gar nicht. Es gibt Berufsgruppen, die tragen jeden Tag 8 und mehr Stunden eine Maske im Dauerbetrieb. Und von denen hört man kein Gejammer.

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Die einzigen die jammern sind die, die 2-3 mal die Woche zum Einkaufen diese „lästige“ Maske anziehen müssen. Das sind dann auch die, die am lautesten schreien, dass durch die Corona-Bekämpfungsgesetze ihre Grundrechte eingeschränkt werden. Einfach unverschämt. Schämt Euch Ihr Wutbürger und verschwörungsaffinen Heimatliebhaber/Innen. Und so kämpfe ich mich durch 6 Leere Waggons und bestelle mir im leeren Bordrestaurant einmal Currywurst mit Pommes für 6,90 Euro (mit Pils 9,75 Euro)…

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Wie hat’s geschmeckt? Es ist tatsächlich eine Brat- und keine Bockwurst. Ist damit die ewige Frage geklärt, welche Wurst die einzige und wahre Currywurst ist? Ich denke schon. 🙂 Wäre das also endlich geklärt. Leider gehört die Bratwurst nicht zu den Besten ihrer Art. Es ist schon länger her, dass diese Wurst gebraten wurde und erinnert stark an Fertigprodukte ala CurryKing usw. Vermutlich habe ich hier wirklich eine Tönnies- oder Höneßwurst vor mir. Mist.

Fairwurstet Aufruf an alle VerwursterInnen und KonsumentInnen: FAIRWURSTET!!!

Eigentlich dürfen Hanswurst und ich diese Würste nicht essen. Aprospos Hanswurst, der musste mal wieder zu Hause bleiben, lieh mir aber seinen Edelstahlpiekser. 😉 Zurück zum Eingemachten: Wir müssen etwas gegen dieses Schweinesystem unternehmen. Wer Ideen hat, bitte beim Wurstzeitblog melden, dem neuen Sammelbecken für eine subversive Protest- und Gegenbewegung.

Die Currysauce – diese ist eigentlich schon fast eine Suppe. Sie ist recht dünn und mengenmässig krass viel. Eigentlich schwimmt alles. Ich habe hier einen Currywurstfrittentopf. Geschmacklich dominiert Tomate. Hm… Was aber cool ist, ist die stets mitschwingende pikante Schärfe.

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Die Fritten sind total labbrich. Das liegt definitiv an dieser Box mit Deckel und der enormen Menge Currysauce. Schade. Was aber nett ist, ist der Geschmack nach Taccos. Leider ist hier kein Crunch, weil zu feucht geworden.

Die Lokation ist natürlich besonders. Ich sitze allein im Bordrestaurant, kaue und nippe an meinem Pils. Es ist mittlerweile ca. 20:00, irgendwo zwischen Hamburg und Neumünster. Der restliche ICE ist ebenfalls fast leer. Vermutlich liegt das an einer Melange aus Wochentag, Uhrzeit, Strecke und Corona. Ist schon verrückt in einem wackelnden Zug bei 300 Sachen ne Mantaplatte zu verputzen. Gibt es eigentlich bei der Lufthansa Currywurst? Um das hier noch zu toppen…

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Fazit? Für 6,90 Euro bekommt man viel Masse, allerdings mit wenig Klasse – dabei aber in Bewegung, ohne eigene Anstrengung…

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