Harzer Hexenküche – Currywurst oder wenn der Schweinezirkus los ist…

Zu Besuch im Harz. Mein Vater macht den Vorschlag auf den Goslarer Wochenmarkt zu gehen, dort gäbe es auch einen Imbisswagen mit Currywurst. Spitzenidee, denke ich. Und so laufen wir den kurzen Weg hinunter in die Stadt. Hanswurst hat sturmfrei und somit nicht dabei – ich habe aber noch seinen Edelstahlpiekser als Leihgabe…

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Erster Eindruck? Der Wochenmarkt schlängelt sich um die Kirche St. Jakobi, besonders groß ist er nicht, scheint aber alles wesentliche zu bieten. Dank Corona gilt hier eine generelle Maskenpflicht. Der Wurststand ist schnell gefunden. Er trägt den originellen Namen Harzer Hexenküche und wirbt mit Imbiss-Spezialitäten.


Beim Blick auf die Auswahl bin ich sehr überrascht auch eine Bratcurry zu entdecken. Gibt es hier doch sonst immer diese spezielle Bockwurst-ähnliche Variante. Für 4 Euro bekommt man die Bratwurst-Variante mit Fritten. Ich bin entzückt…

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Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst ist gut. Sie weist ein feines helles, mit Kräutern gespicktes, Brät auf. Sie ist kräftig gewürzt und recht salzig. Ich mag das gerne, weiß aber auch, dass das nicht jedermanns und jederfraus Sache ist. Die Bratwurst ist aber auch gut gebraten, die Pelle ist kross und die Wurst wurde geschnitten.

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Die Currysauce ist selbstgekocht. Das sieht man und das schmeckt man auch. Sie ist fruchtig und ein bisschen scharf. Außerdem erscheint das Säureverhältnis sehr ausgewogen. Endlich mal wieder eine krass-gute Currysauce. Schon erstaunlich, dass ich dafür einmal halb durch die Republik gurken muss. 😉

Die Fritten hingegen sind definitiv noch verbesserungswürdig. Sie waren zu kurz in der Fritteuse – es ist einfach nicht so doll, wenn man auf Fritten beißt, die nicht durch und irgendwie labbrich sind. Das muss besser gehen, auch das ist Handwerk.

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Die Lokation stimmt. Der, von allen Seiten zugängliche, Imbiss passt sehr gut auf den Stadtmarkt. Er reiht sich zwischen Metzgerswagen (der im übrigen mit einem Slogan wirbt, in dem ein Schweinezirkus auftaucht) und Gemüsestand ein. Seine Lage direkt vor der Jacobikirche bietet ihm sogar mehrere öffentliche Sitzmöglichkeiten. Das ist ganz praktisch. Das Bratpersonal wirkt allerdings so harzerisch, wie ich es erwartet habe – wenig herzlich und aufgeschlossen…

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Fazit? Wer im Land der Currybockwurst mal zu einer Bratcurry-Variante greifen möchte, der sollte sich an der Schlange der Harzer Hexenküche anstellen. Gute Wurst und sehr gute Currysauce. Das wird künftig meine Anlaufstelle Nr. 1 in Goslar…

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Wo?

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