Schärfetest – 3. Teil: Ordentlich scharf beim Fritten Toni

Heute besucht Hanswurst die kleine Stadt Oberursel im Taunus. Früher nannte man diese Kleinstadt wohl Oberorschel. Vielleicht müsste man die hiesigen Eingeborenen fragen, welchen Namen sie lieber haben. Ansonsten lässt sich wohl nur auf die normale Sprachevolution verweisen. Egal. Hanswurst ist aber heute wegen eines Abstechers beim Fritten Toni hier…

Erster Eindruck? Es ist trüb-regnerisches Wetter, wir befinden uns immer noch im 2ten Lockdown und so spiegelt die Imbissbude in Verbindung mit dem Wetter und der grauen Umgebung eine gewisse traurig-melancholisch wirkende Tristesse. Aber natürlich sollte man sich nicht vom äußeren täuschen lassen. Hinterm Tresen steht nämlich der Fritten Toni. Und Toni hat es faustdick hinter den Ohren. Immerhin betreibt er den Imbiss schon stolze 23 Jahre lang. Es gab hier sogar mal ein Currywurst-Wettessen, das sogar bei Kabel1 gesendet wurde. Nicht schlecht.

Hanswurst hat aber auch Hunger. Auswählen kann er zwischen der hiesigen Rindswurst, der Bratwurst und der Berliner Currywurst wählen. Als Beilagen gibt es natürlich Fritten. Der Name ist Programm. Beim Toni bekommt man aber auch noch mehr, so z.B. auch Schnitzel, Leberkäse oder Burger. Für 5,50 Euro bestellt sich Hanswurst aber ganz klassisch einmal Bratcurry mit Fritten. Weil er aber gerade die Schärfe-Challenge absolviert, lässt er sich vom Fritten Toni die scharfe Variante servieren.

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst, die der Toni serviert schmeckt dem Hanswurst ausgesprochen gut. Handwerklich gut gewürzt, gestopft und gebraten. Die Farbe gefällt auch, gräuliches Brät mit Kräutern und außen schön braun gebraten.

Die Currysauce ist mengenmäßig ausreichend. Geschmacklich gefällt sie auch. Sie weist eine gute Balance zwischen Säure und Süße auf und ist auch recht scharf. Der Schärfegrad ist vergleichbar mit dem Flüsschen (B+) bei Best Worscht in Town. Die Konsistenz ist recht sämig und die Farbe eher dunkel.

Die Fritten sind ganz gut – eher guter Durchschnitt. Bei einem Fritten Toni hätte ich da jetzt eigentlich ein bisschen mehr erwartet. Passt aber. Die Fritten sind heiß, gut frittiert und kartoffelig.

Die Location? Ja, die hat es in sich. Man merkt dem Imbiss seine (mindestens) 23 Jahre an. Die Bude besitzt einen klassichen Imbisscharme, ohne fancy Gedöns oder Hipsterscheiss. Sehr ehrlich das ganze. Man merkt auch die Verbundenheit des Imbiss mit seiner Umgebung. Fritten Toni kennt jeden und grüßt jeden aus seinem Kiez. Ein echtes Original, sowohl der Imbiss als auch der Toni. 🙂

Fazit? Spaß macht es hier. Man bekommt solide Imbisskost, also eine wirklich gute Assischale. Die Schärfe gefällt auch und der Imbiss besticht mit seinem maroden Charme. Hanswurst würde jederzeit wieder kommen. Und auch dann, wenn wieder wie heute der Tag der lahmen Ente ist… 😉

Wo?

7 Kommentare

  1. Beim Betrachten des ersten Bildes dachte ich auch, hui, wie ungemütlich mit Wetter und Standort, irgendwie bedrückend. ABER: umso schöner und überraschender, wie positiv das Fazit ausfiel! 😊

    Mich freut, dass du so zufrieden und gut (vom Toni) unterhalten aus der kleinen Butze rausgegangen bist, lieber Flo. So muss es sein! 😇

    Genieße auch deinen Restsamstag! VVN

    Gefällt 2 Personen

    • Ja… Der Imbiss ist ziemlich abgeranzt. Aber mir gefällt irgendwie dieser marode Schnellimbiss-Charme, der einst bessere Zeiten vermuten lässt. Das hat auch so was ehrliches, von der Straße eben. 🙂 Und wenn dann der Imbissmann noch so ein Unikat ist. 😉

      Gefällt 2 Personen

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