Currywurst der Feinkostmanufaktur Englert trifft auf Riegele’s IPA Liberis

Schon wieder so ein Homeofficetag – ohne Hanswurst und ohne die Schärfechallenge. Aber ich bin für den Currywursthieper vorbereitet. Ich habe eine Handvoll Kartoffeln, neutrales Öl und ein Glas mit einer Currywurst und -sauce darin. Ach – und sogar noch ein Bier. Natürlich alkoholfrei, weil mittags und zudem auch noch im Homeoffice. Ist doch klar. Außerdem habe ich hier ein Homeschoolingkind und so – Vorbildfunktion. Auch nach 7 Wochen Homeschooling und -office…

Erster Eindruck? Aus dem Schrank hole ich eine Glaskonserve der Feinkostmanufaktur Englert. Die wirbt mit einer 162-jährigen Tradition – zumindest im Feinkostgewerbe. Die Currywurst an sich gibt es ja erst seit 71 Jahren. Egal. Auf dem Glas wird der Inhalt als handgemacht und Bio beworben – sieh an. 370 g Inhalt in drin, wovon 150 g auf die Wurst entfallen. Anbei mal ein Blick in die Auflistung der

Zutaten:
Currywurst*(40%) (Schweinespeck*, Rindfleisch in veränderlichen Gewichtsanteilen*, Schweinefleisch*, Trinkwasser, Meersalz, Gewürze* (enthält SENFSAAT*), Rohrohrzucker*, Schweinesaitling, Rauch), Tomatenmark*, Wasser, Rohrohrzucker*, Weissweinessig*(enthält Sulfite), Orangensaftkonzentrat*, Curry* (0,8%), Meersalz, Rapsöl*, Verdickungsmittel*: Guarkernmehl* und Johannisbrotkernmehl*, Chili*.  *=Aus kontrolliert ökologischer Erzeugung.

Es fällt natürlich gleich auf, dass hier Rind und Schwein vertreten sind. Also eine Mischwurst. 😉 Nach dem Öffnen des Glases schmeiße ich den Inhalt in einen Topf und erwärme die Currywurst und die -sauce langsam und schonend.

Derweil schäle ich die Kartoffeln, schneide sie in kleine Würfel und schwenke sie in einem Geschmisch aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und Rosmarinpulver. Dann schmeiße ich alles in eine Auflaufform und schiebe diese in den Ofen für ca. 15-20 Minuten bei 220°C Oberhitze.

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst aus Schwein und Rind schmeckt ein wenig so wie fast jede andere Glaswurst auch, nämlich irgendwie fest im Biss und ein wenig ausgelutscht. Dieser Geschmack nach Ausgelutschtsein rührt eventuell durch die lange Lagerung in der Currytunke her. Mit Sicherheit kann ich das nicht sagen, es ist lediglich eine Beobachtung, die sich mit früheren Beobachtungen deckt, die ich bei vergleichbaren Würsten bereits machen durfte.

Die Currysauce besitzt eine sehr ansehnliche Farbgebung. Sie wirkt fast ein wenig feurig, aber nur im Aussehen, nicht im Geschmack. Der Geschmack ist eher zurückhaltend, bisschen Curry, wenig Frucht – fast langweilig, trotz des Orangensaftkonzentrats. Na ja. Immerhin ist viel Sauce im Glas. 🙂

Die Fritten sind deluxe. Es zahlt sich immer wieder aus, selbst zu kochen und nicht auf die Fertigprodukte zurückzugreifen. Leicht gesagt, immerhin kommen Sauce und Wurst aus’m Glas. Die Fritten sind kartoffelig, knusper und schmecken tipptopp. Die Geruchsbelästigung hält sich auch in Grenzen, wenn nur eine geringe Menge in einem flachen Ölbad frittiert wird. Läuft.

Und weil wir uns heute die Wurstküche im Homeoffice und -schooling so vorbildlich geteilt haben und weil sie auch zur Mittagszeit unser persönliches Refugium darstellt, kann die Lokalität nicht getoppt werden. Mein Homeschoolingkind kocht mir sogar noch einen Espresso. 🙂

Musikalisch lassen wir uns dabei von Stereo Total begleiten. Leider ist Françoise Cactus vorgestern nach einer längeren Krebserkrankung verstorben, weshalb es wohl in Zukunft keine neue Musik dieser Band geben wird. Madame Cactus war nicht nur eine klasse Musikerin, nein sie war auch Feministin und Punk. Eine gute Mischung wie ich finde. NO FUTURE STARTS TODAY.

Und als Novum ist heute mal ein Bier als Begleitung dabei. Ich stehe aufs bewusste Biertrinken in Maßen und bin somit Craftbier nicht abgeneigt. Besonders hat es mir der Bierstil des IPA, dem India Pale Ale angetan. Und deshalb freue ich mich, dass ich ein Craftbier der Augsburger Riegele BierManufaktur vor mir stehen habe. Das IPA LIBERIS 2+3 besticht durch seine tropische Fruchtigkeit, die durch zwei Riegele Spezialhefen und die drei Hopfensorten Amarillo, Mandarina und Simcoe kreiert wird.

Ein alkoholfreies Bier schmeckt zwar nie so wie eins mit, aber für eine Begleitung zum Mittagessen reicht es definitiv…

Fazit? Eine Bio-Currywurst aus dem Glas. Schon ganz ordentlich, aber da geht sicherlich noch mehr. Eine kartoffelige Beilage zu kochen ist nicht schwer, schmeckt dafür auch noch spitze. Außerdem schmeckt ein IPA sehr gut zu ner Wurst. Passt gut, hmm, das hatte ich doch glatt schonmal, allerdings als Black IPA-Wurst

Wo?

Hier ist doch noch Platz für die mittlerweile zur Routine gewordenen Randnotiz. Diese hat es aber heute in sich, denn heute ist der Welttag-der-Sozialen-Gerechtigkeit! Liebe Parteien, Parteifunktionäre*innen und -funktionsträger*innen auf der ganzen Welt, merkt Euch das! Und ganz besonders die hiesigen nationalen, denn heuer ist doch das Superwahljahr!

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