Fiensmecker-Currywurstsauce trifft auf Black Magic Curry und ein Dolden-IPA

Homeoffice mit mir ganz allein. Kein Sohn, keine Tochter, keine Frau – in der Schule, in der KITA, im Büro. Und ich im Homeoffice. Zum Glück finde ich in der Vorratsschublade noch ein Glas mit Currysauce der Firma Fiensmecker. Auf’m Markt habe ich vorhin noch geistesgegenwärtig bei Wurstwagen der Metzgerei Haas aus Mainz-Brezenheim zwei grobe Bratwürste mitgenommen. 🙂 Dann finde ich doch tatsächlich noch eine Handvoll Kartoffeln sowie eine Flasche alkoholfreies IPA im Kabuff. Das perfekte Homeoffice-Mahl…

Erster Eindruck? Ich öffne das Schraubglas und mir schießt sofort der Geruch nach einer guten Currysauce in die Nase. Kurz muss ich überlegen, wo ich die das Glas herhabe. Ich glaube aber, dass ich dies noch vor dem ersten Lockdown bei einem Besuch in Kiel gekauft habe. Fiensmecker klingt schon so nach Norddeutschland. Auf deren Homepage findet sich als Herkunftsort: Hamweddel. Das passt doch. Außerdem steht daneben noch zur Erklärung:   Fiensmecker ist „Plattdüütsch“. Wäre das also geklärt. 🙂

Und nein, der Wurstzeitblog macht keine Werbung für einzelne Produkte, er kauft sich alles selbst und dann wird gegessen und getestet was halt gefunden wird. 😉

Bei einem Blick auf die Zutatenliste lässt sich allerdings nichts besonderes entdecken. Zumindest wurde neben dem Verdickungsmittel das Curry nicht vergessen. 😉 Aber dennoch wohl alles ohne die Zugabe von Konservierungsstoffen. Immerhin.

Die Kartoffeln werden schnell geschält, mit dem großen Kochmesser in kleine Würfel geschnitten und dann in einer feuerfesten Form mit reichlich Olivenöl, Salz und Pfeffer aus den Mühlen und Rosmarin vermischt. Nach ca. 20-25 Minuten im Ofen sind die Kartoffelstückchen schön kross und lecker.

Ein bisschen freue ich mich ja, dass ich ein IPA gefunden habe. Also klar habe ich noch andere im Bierschrank, aber gerade ist Fastenzeit und somit alkoholfreie Zeit und zum Glück handelt es sich um ein alkoholfreies Dolden-IPA der Riedenburger Bio-Brauerei. Weiß gar nicht mehr wie das schmeckt…

Wie hat’sgeschmeckt? Die Bratwurst wurde ordentlich bei mittlerer Hitze in einer bedeckelten Pfanne ca. 12-15 Minuten gebraten. Die Wurst weist eine außerordentlich feste Konsistenz auf. Und ich habe auch schon eine Ahnung woran das liegen könnte. Gut, zum einen war die Bratwurst bereits vorgebrüht – aber andererseits zeichnen sich die Produkte der Metzgerei Haas durch den Zusatz fettreduziert aus. Das mag viele Menschen ansprechen, gerade die, die mehr auf Gluten- und Laktosefreiheit, Cholesteringehalt und Zero Zucker oder Kalorien achten. Beim Thema Fleischerzeugnisse ist jedoch das Fett enorm wichtig. Klar ist es Fett, aber eben auch DER Geschmacksträger schlechthin. Und so schmeckt die Wurst ein wenig überwürzt, was vermutlich daran liegen wird, dass das vakante Fett einfach weggewürzt wird. 😉

Aufruf an alle VerwursterInnen und KonsumentInnen: FAIRWURSTET!!!

Auf der anderen Seite denke ich mir, dass die Wurst keine Industrieware ist und die Metzgerei neben der Fettreduzierung mit der Herkunft ihrer Schlachttiere wirbt. Und so erwirbt sich die Metzgerei Hanswursts‘ Nachhaltigeitslabel: 😉

Die Currywurstsauce von Fiensmecker wurde im Topf erwärmt. Sie schmeckt erstaunlich gut, dafür dass in der Zutatenliste nur Standards auftauchen. Mir gefällt auch die vorhandene Branntweinessignote. Auch kommt das Curryaroma gut durch. Als Topping habe ich aber noch das Currypulver Black Magic von Herbaria drüber gestäubt. Das ist auch enorm stark. Indgesamt eine leckere und starke Mischung.

Die Kartoffelbeilage schmeckt immer lecker. Selbstverständlich muss man, wie ich, auf Rosmarin stehen. Ansonsten muss man lediglich ein wenig Zeit einplanen. 🙂 Kocht sich quasi von allein. Die Kartoffel ist übrigens eine Gunda und kommt aus Mainz-Finthen. Nur so nebenbei zur Regionalität, nachdem die Sauce aus’m hohen Norden kommt. 😉

Und die eigene Wurstküche? Ist halt die eigene Wurstküche. Hier gibt es meine Musik. Apropos Musik. Mich begleiten heute die hedonistischen Trommeln von Jaya the Cat:

Ach ja das Bier. Hat vermutlich auch keine Zukunft. Schmeckt irgendwie seltsam. Klar, es ist entalkoholisiert, aber das von der Augsburger Braumanufaktur Riegele schmeckt ja durchaus ganz gut…

Fazit? Ein gutes Homeoffice-Mahl. Das nächste Mal halte ich nicht beim erstbesten Metzgereisstand am Stadtmarkt, nur weil vor ihm keine Schlange ist – was vermutlich seinen Grund hat. Dann geh ich wieder zu Harth. 🙂 Die Sauce von Fiensmecker ist in Ordnung. Leider weiß ich nicht mehr wie viel ich für diese berappen musste und kann somit nix zum Preisleistungsverhältnis sagen. Und alkoholfreies Bier ist halt alkoholfrei. Dafür gibt es in Finthen leckere Kartoffeln. Das ist doch mal eine Erwähnung wert, nicht wahr liebe Finthener? Ihr werdet ansonsten immer nur verspottet und verschmäht – aber Ihr habt einfach die dicksten Kartoffeln. Also vom Geschmack her. 🙂

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