Curry Wolfs Currybockwurst im Glas tanzt schwedisch mit Perkele

Heute gibt es mal wieder eine Currywurst aus der Konserve. Im Vorratsschrank finde ich die Currybockwurst im Glas von Curry Wolf, einem Berliner Original…

Erster Eindruck? Die Currywurst schaut wirklich gut aus. Also die Verpackung. Wurst und Sauce wohnen in einem klassischen Einmachglas mit Bügelverschluss. Umwickelt ist das Glas von einer Banderole aus Papier. Ich muss schon sagen, dass das mein Verbraucher*innenherz berührt.

Musikalisch werde ich heute in der Wurstküche von der finnischen Oi!-Band Perkele begleitet. Die Band musiziert seit 1993 zusammen in Göteborg und ihre Lieder handeln zumeist von klassischen Oi!-Themen, wie die Arbeiterklasse, Bier und Spaß:

Als Beilage gibt es heute DIY-Fritten aus mehligkochenden Kartoffeln, Sorte Agria, vom Stadtmarkt. Während ich die Currywurst mit der Sauce langsam und schonend bei niedrigen Temperaturen im Topf erwärme, schäle ich die Kartoffeln, schneide sie in Stifte und koche diese in Salzwasser ein paar Minuten vor. Danach Kartoffeln in ein Abtropfsieb schmeißen und abtropfen lassen. Sobald diese halbwegs trocken sind kippe ich den Inhalt des Siebs in einen Topf dessen Boden mit heißem Rapsöl bedeckt ist. Jetzt frittiere ich die Fritten ca. 5-6 Minuten bis sie goldgelb und knusprig aussehen. Bevor sie mit der Currywurst in die Keramikschale wandern, lasse ich sie sich noch kurz auf einem Tuch entölen, um sie noch mit Salz zu verwöhnen.

Wie hat’s geschmeckt? Die Bockwurst schmeckt nach Wurst, immerhin. Persönlich mag ich Bratwurst zwar lieber, aber ganz viele Menschen stehen halt auf Bockwurst. Ist so. Dennoch – die Konsistenz ist so seltsam fest und ähnlich Tofu. Das liegt vermutlich daran, dass die Wurst lange in der Tunke lag, vielleicht. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich das nicht so gerne mag, aber Abstriche muss man halt immer in Kauf nehmen, wenn man die Wurst nicht frisch vom Grill oder aus der Pfanne in die Schale bekommt.

Die Currysauce ist vom Mengenverhältnis her ausreichend, auch wenn es gefühlt doch ein wenig mehr hätte sein können. Natürlich stößt dies aber an die Grenzen des Glasvolumens und so ist mehr vermutlich nicht möglich. Geschmacklich hält sich die Sauce eher zurück. Das Curryaroma versteckt sich vor meinen Geschmacksrezeptoren und insgesamt erscheint mir die Sauce ein wenig fad. Einzelne Bestandteile lassen wenig herausschmecken.

Die Fritten wiederum sind deluxe. Es zahlt sich immer wieder aus, selbst zu kochen und nicht auf die Fertigprodukte zurückzugreifen. Leicht gesagt, immerhin kommen Sauce und Wurst aus’m Glas. Die Fritten sind kartoffelig, knusper und schmecken tipptopp. Die Geruchsbelästigung hält sich auch in Grenzen, wenn nur eine geringe Menge in einem flachen Ölbad frittiert wird. Läuft.

Und die Lokation ist natürlich die eigene Wurstküche. Sweet Home. Gute Musik und einen Espresso hinterher, was will man mehr? 😉

Fazit? Eine Currybockwurst die in einer sehr schönen Aufmachung daherkommt. Das freut. Geschmacklich und von der Wurstbeschaffenheit kann mich Curry Wolfs Fertigwurst dann allerdings doch nicht überzeugen. Schade…

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