Imbiss zur alten Schmelze – wo Tradition auf Tradition trifft!

Im Auftrag der Familie unterwegs. Aufgabe? Ein Fahrrad für die Tochter via eBay-Kleinanzeigen abholen. Wo? Irgendwo in Wiesbaden. Mit der Tochter. Da sie auch Probefahren soll. Das Fahrrad hat die richtige Größe und es gefällt ihr auch. Da es jetzt auch Mittagszeit ist und wir ein Hüngerchen verspüren, halten wir am Straßenrand bei einem Imbiss. Dem Imbiss zur alten Schmelze

Erster Eindruck? Der Imbiss scheint ein Unikat zu sein. Hier ist der Kitsch zu Hause. Und viele Blumen. Wir kommen gerade dazu, als sich die überaus nette Imbissdame mit einem Stammkunden unterhält. Das Thema? Corona und so. Aber nicht unsympathisch – eher so in Richtung Durchhalten und Gesund bleiben und so. Wir stellen uns einfach irgendwo zwischen die Blumen und warten ab bis wir an der Reihe sind. Der Stammkunde zieht mit seinem Essen ab und wünscht uns noch viel Gesundheit. Sehr aufmerksam. 🙂 In der Zwischenzeit haben wir schon einmal das Angebot checken können.

Ich wähle eine Bratcurry mit Fritten ist klar. Es hätte auch eine Rindswurst gegeben. Und natürlich allerhand andere klassische Imbisskost. Die Tochter will nur Fritten. Jetzt eröffnet sie mir auch, dass sie einen eigene Pommesblog schreiben möchte. Für ne Erstklässlerin ein hehres Unterfangen. Aber früh übt sich.

Wir erhalten unsere Fritten und die Currywurst und müssen uns leider zum Auto trollen, da wir nicht im und am Imbiss essen dürfen. Corona. Ist klar. Wir öffnen unsere Alupäckchen und ich finde einen schön gestalteten Imbissteller und die Assischale hat sogar eine Salatgarnierung. Der Wahnsinn…

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst schmeckt durchschnittlich gut. Sie ist handwerklich gut gewurstet und gebraten. Sie hat ein weißlich-graues Brät und die Schale ist leicht kross. Woher die Wurst kommt weiß ich nicht. Habe nicht gefragt.

Die Currysoße ist ok. Sie weist die Beschaffenheit eines Currygewürzketchups auf, der Standard zu sein scheint und der Geschmack ist dann auch nicht überraschend. Bisschen süß, bisschen scharf, bisschen Curry. Ganz ok.

Die Fritten sind dafür ordentlich – ordentlich frittiert und ordentlich im Geschmack. Auch sind sie gut gesalzen. Ihre Beschaffenheit ist außen knusprig und innen „kartoffelig“ – so wie es sein sollte. Und dazu gibt es natürlich noch den Happen Salat, sogar mit zweierlei Tomate. 😉

Und die Lokalität gefällt sowohl mir als auch der Tochter ausgesprochen gut. Richtig trutschig ist es hier. Es mutet gar ein wenig an, als würden wir einen Blick in das Wohnzimmer der Imbissfrau werfen können. Überall, wohin das Auge blickt sind irgendwelche Erinnerungsstücke an der Wand, gestapelt oder hingestellt. Manche Menschen würden vermutlich Tand dazu sagen. 😉 Und dann diese Blumentracht und ein klares Bekenntnis zur Eintracht Frankfurt. Aber mal ehrlich der hiesige Verein ist auch nicht besonders gut. Und Tradition scheint hier gut zur Tradition zu passen…

Fazit? Ein Augenschmaus von Imbiss. 🙂 Herzlich und altbacken – richtig klassisch. Die Wurst und die Fritten sind gut. Die Currysauce Durchschnitt. Hier kann man was mümeln gehen…

Wo?

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