Knorr-Fertigcurrysauce trifft auf Bratwurst vom Imbiss Beim Peter

Wenn der Currywurstheißhunger einen packt. Hanswurst schlendert morgens durch die Stadt. Besser gesagt durch seinen Kiez. Und da kommt sie, die Lust auf Currywurst. Um die Uhrzeit gibt es aber noch keine Currywurst. Die Imbisse öffnen erst gegen Mittag. Hm. Alles klar, er schaut kurz bei der Kiezmetzgerei Beim Peter rein und kauft sich zwei grobe Bratwürste. Die kann er dann gleich zu Hause in die Pfanne hauen.

Wieder zu Hause angekommen, stellt Hanswurst nach einem Blick in den Kühlschrank und seine Gemüse- und Konservenvorräte fest, dass es ziemlich mau ausschaut. Mist, denkt er sich. Abe was ist das? Er entdeckt unter einer Dose mit Kichererbsen eine Tüte mit so’m Pulver zum Anrühren und Aufkochen, das dann angeblich eine Currysauce werden soll. Er kann sich gar nicht erinnern, das gekauft zu haben. Hm, gut. Das passiert in letzter Zeit öfter mal, dass er sich an Dinge nicht erinnern kann. Liegt vermutlich am Alter. Oder am Bier. Oder an Corona. Wer weiß das schon.

Ein paar ausgewachsene Kartoffeln kann er zum Glück auch noch finden. Im Gegensatz zur Fertigsauce, kann er sich erinnern, ein paar von diesen Erdäpfeln neulich im Kabuff gesehen zu haben. Sie lagen halb versteckt in einer Papiertüte unter einem Stiefel. Sollte er ordentlicher werden? Egal, Hauptsache er haut nun auch eine Sättigungsbeilage…

Erster Eindruck? Er rafft alles zusammen und begibt sich an die Arbeit in seiner Wurstküche. Er schält die Kartoffeln und würfelt diese im Anschluss. Dann vermengt er Olivenöl mit Salz und Pfeffer aus der Mühle. Irgendwie fehlt hier aber der Pfiff findet der ansonsten eigentlich recht unpfiffige Hanswurst. Ach, da. Er findet noch Rosmarin, einmal als Pulver und einmal geschnitten – beides natürlich getrocknet. Hä? Ja. Haut er auch noch beides ins Öl. Dann kommt das Öl mit den Kartoffeln in eine Auflaufform – schön verrührt – und dann in den Ofen.

Nun zur Wurst – Hanswurst verzichtet dabei, die groben Bratwürste vorzubrühen. Das hat eigentlich den Vorteil, dass die Würste eine festere Konsistenz bekommen. Aber Hanswurst hat heute Bock auf eine schlabbrige Wurst. Er stellt die Pfanne auf den Herd und beginnt die Wurst in Butter bei mittlerer Temperatur rundherum anzubraten.

Und zum Schluss, einen dicken Kuss. Nein doch nicht. Ist ja keiner da, außer der mehrheitlich vertrockneten Grünpflanze in seiner Küche. er weiß nicht mal welche Pflanze das sein soll. Zum Schluss noch Wasser abmessen, aufkochen und Beutelinhalt einrühren. Zack, nach 1 Minute ist die Sauce fertig. Hat sogar Hanswurst hinbekommen. Echt was für Dummys…

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst schmeckt dem Hanswurst heute nicht so doll. Entweder ist er eine Niete am Herd, was ich und auch er nicht gänzlich ausschließen wollen oder die Wurst hat heute einfach keine Anlagen eine gute zu sein. Angefangen bei dem wässrigen Geschmack – irgendwie fad und tatsächlich wässrig. Die Labbrichkeit war ja eigentlich von Hanswurst so gewünscht, aber das ist dann doch zu schlaff. Sehr schade eigentlich.

Die Currysauce schmeckt bitter und wenig nach Curry. Er schüttet noch massenweise Currypulver (Black Magic Curry von Herbaria) drüber, um wenigstens etwas Curry zu schmecken. Die Konsistenz ist wie bei einer Fertigsauce – also leicht angedickt durch vermutlich integrierten Saucenbinder auf E- oder sonst was Basis. Irgendwie total und epic Fail bisher. Armer Hanswurst. Diese Sauce zum Anrühren ist einfach nicht weiter zu empfehlen. Vielleicht trübt auch diese Sauce das Wursterlebnis. Keine Ahnung. Arme Wurst.

Die Kartoffeln aus’m Ofen mit Rosmarin schmecken aber ganz gut. Hanswurst ist ganz erfreut darüber, wenigstens das hinbekommen zu haben. Ein Grinsen huscht ihm übers Gesicht. Da kann man auch wenig falsch machen. 🙂 Man kann natürlich die falsche Kartoffelsorte nehmen. Festkochende zum Beisspiel. Hanswurst hatte noch einen Rest mehligkochender Kartoffeln aus Mainz-Finthen gefunden. Die Sorte? Gunda – glaubt er.

Zumindest befindet er sich in vertrautem Terrain. In seiner eigenen Wurstküche. Die kommt ihm zwar manchmal etwas trostlos vor, aber jetzt bietet sie ihm Schutz und Trost. Zum Glück hat er auch eine musikalische Begleitung, sonst wär’s ihm wohl doch zu arg mit der traurigen Wurst und der kümmerlichen Sauce:

Und so schwelgt Hanswurst wurstkauend in Erinnerungen an bessere Zeiten, als er noch auf Konzerte gehen konnte. Der einzige Trost, der ihm gerade bleibt ist doch tatsächlich, dass es momentan jedem/r so geht wie ihm. Arme Kultur…

Fazit? Heute hatte Hanswurst einfach kein Glück. Miese Wurst, miese Currysauce. Und dann auch noch Corona und sein Wurstbuddy, seine einzige Kontaktperson muss zur Arbeit und lässt ihn allein. Aber dennoch: lasst ja die Finger von Fix-und-Fertig-Produkten. Hanswurst sagt’s Euch: die machen jede/n einfach fix-und-fertig…

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