Currywurst von Oliver Benz mit Ofenfritten und einem belgischen Palm feat. Jan Delay

Neulich steht ein Freund vor mir und meint, er hätte da was für mich. Ich war überrascht, erwartete doch eigentlich gar nichts und war gleichermaßen überaus erfreut und auch ein bisschen aufgeregt. Was könnte das sein? Erst musste ich an ein Brotrezept oder eine kleine Biergaumenfreude denken. Beides Dinge, die diesen Freund und mich verbinden. Da überreicht er mir aber etwas anderes, ein Glas mit einer Currywurst und dazugehöriger Sauce. Na. Damit hatte ich nicht gerechnet, war daher auch umso überraschter. Ich halte in den Händen ein formschönes Glas mit Tischdecke vom Restaurant benzoliver aus Ober-Olm…

Erster Eindruck? Ein formschönes Glas mit einer Tischdecke. 🙂 Das Glas ist recht groß. So groß, dass es sogar zwei Bratwürsten in Currysauce Platz bietet. Also wirklich mal eine Menge, von der man satt wird. Also gut. Von der ich satt werde. 😉 Außerdem mal eine Currywarst im Glas, die von einem Restaurant stammt. Da hatte ich bisher – glaube ich – erst eine, nämlich Kerriwurschd der Genusswerkstatt. Die war ziemlich gut. Dazu gibt es aus hiesigen Kartoffeln geschnitzte Kartoffelspalten, die ich in Olivenöl mit Salz und Pfeffer im Ofen grille. Das ganze ergänze ich mit einem belgischen Ale. Dies ist ein malzaromatisches, leichtes Ale obergäriger Brauart mit belgischer Hefe und englischem Hopfen – ein Palm Belgisch Amber…

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst stammt von der Metzgerei Hamm aus Stadecken-Elsheim. Diese kommt mit den besten Anlagen und wird lediglich dadurch getrübt, dass sie durch die Glaslagerung nicht frisch angebraten sein kann. Die Würzung gefällt mir gut, der Zunge auch und die Konsistenz ist wie bereits erwähnt trotz Glaslagerung gut. Bei gutem Bier verfallen mit der Zeit der Lagerung die feinen und besonderen Hopfennoten, insbesondere bei den IPAs – wie ist das bei Currywurst? Müsste ich wohl mal einen eigene Testreihe machen. 😉

Die Currysauce gefällt mir ebenfalls auffallend gut. Was besticht, wie bereits bei den Saucen von Wilde Hilde, ist das Fehlen von Haltbarmachern. Sehr fein. 🙂 Der Geschmack kann sich sehen lassen. Die Tomatigkeit wird durch den Maracuja- und Orangennektar wunderbar im Zusammenspiel mit den Curryaromen ergänzt. Das gefällt.

Bei der Beilage experimentiere ich ja immer ein wenig. Zwei Grundvoraussetzungen habe ich mittlerweile. 1) Es sollte nicht zu aufwändig sein und 2) bin ich gegen Fertigzeugs im Beilagenbereich. Letzteres schließt mittlerweile sogar TK-Fritten aus. Und gegen das Frittieren an sich habe ich nichts. Da ich keine Fritteuse besitze, habe ich auch schon im Topf frittiert das geht. Allerdings riecht die Butze danach immer so. Darum versuche derzeit gute, bzw. brauchbare Resultate mit Kartoffeln im Ofen zu kreieren. Aus hiesigen Kartoffeln schnitze ich Kartoffelspalten, die ich in Olivenöl mit Salz und Pfeffer wende und dann bei ca. 220 Grad für ca. 25 Minuten im Ofen grille. Das Ergebnis ist schon recht ansprechend. Die Kartoffel ist butterweich, schmeckt nach Kartoffel und Olivenöl. Außen weisen die Spalten eine gewisse Krossheit auf. Da kann noch weiter experimentiert werden. Ebenfalls was noch weitere Gewürze anbelangt.

Die Wurstküche als das eigene Domizil. Das hat natürlich das gewisse Etwas. Natürlich ist das nicht immer so, vor allem wenn der Abwasch ansteht. Heute aber nicht oder nur in geringem Maße. 🙂 Und nebenbei darf ich auch der eigene DJ sein und hinterher gibt’s sogar noch einen Espresso. 🙂 Auf die Ohren gibt es das neue Album von Jan Delay. Da ist echt ne Menge Mist drauf, aber wenn man sich bis zu den letzten drei Liedern durchgekämpft hat, wird man (also ich) für diese Mühe belohnt. Wie schön. Aber vorher trinke ich zum Essen ein Palm Belgisch Amber. Lecker malzig und hopfig – passt gut zur Currywurst…

Fazit? Eine gute Wurst mit einer fruchtigen Currysauce. Eine wirklich gute Glaswurst. Tiptop. Kann ich weiterempfehlen. 🙂 Danke mein lieber Freund! 🙂

Wo?

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