Wurst- und Durstgeschichten #11 – Der Ausflug

Der Hanswurst weiß auch nicht wie das passiert ist. Er wollte eigentlich nur ne Currywurst essen. Und jetzt kann er nicht mal mehr allein auf’s Klo gehen.

Der Hape hat die Idee, dass sie einen Ausflug ins Grüne machen sollten. Warum nicht denkr der Hanswurst. Er weiß nicht, wann er zuletzt mal aus der Stadt rausgekommen war. Im Lockdown hatte er dann und wann Spaziergänge im nahen Stadtwald unternommen. Aber eigentlich war das nicht so seins. Na ja. Jetzt will der Hape mal raus. Wieso nicht. Der Hanswurst packt eine Vespertasche und dann fahren sie mit dem alten Moped vom Hape einfach mal los durch die Felder.

In einem kleinen Kaff halten sie an und machen in einem Biergarten Rast. Dort geraten sie an einen wunderlichen Einheimischen, der ihnen ein Bienengespräch aufs Auge drückt. Die Biene sei vom Aussterben bedroht und so. Der Hanswurst findet das nach dem 4ten Bier reichlich überzogen und meint, dass hier doch ausreichend flotte Bienchen rumlaufen täten. Und überhaupt. Was wollten denn die Bienen? Sollen sie halt demonstrieren. Macht doch eh jeder wie er will. Wer braucht schon Bienen? Der Hanswurst nicht. Sollen sich doch die Bienen ihren Honig in die Haare schmieren. Schmeckt dem Hanswurst eh nicht. Er hätte eigentlich jetzt gern seine Currywurst gegessen – gibt’s hier aber nicht. Der Typ erzählt noch was von Ökokreisläufen und -systemen. Das ist dem Hanswurst dann doch zu hoch. Der Hape meint dann, sie müssten dann mal weiter und so lassen diesen kaputten Typen alleine sitzen.

Mit dem Moped geht’s auf der Landstraße weiter. Sehr idyllisch. Die Sonne scheint und am Straßenrand liegt ein totes Tier. Beim Vorüberfahren erkennen Sie, dass es sich um einen Fuchs handelt. Nach kurzer Zeit halten Sie an, weil der Hape mal strullen muss. Er hält dem Hanswurst gerade einen Vortrag darüber, dass man höllisch aufpassen muss beim Pinkeln nicht den elektrischen Kuhdraht zu treffen, als er mit schmerzverzehrten Aufschrei seinen Monolog unterbricht. Der Hanswurst fährt dann weiter, so dass sich der Hape auf dem Rücksitz von seinem Schock erholen und sein Gemächt schonen kann.

Kurze Zeit später wollen sie eine Pause machen. Sie tuckern einen Feldweg entlang und halten an einer schön gelegenen Wiese. Hier packt der Hape eine Flasche Obstler aus, die er vorhin im Biergarten gekauft hat und der Hanswurst die Vespertasche. Irgendwann ist die Flasche leer und der Hanswurst erinnert sich nur noch schemenhaft an eine Kuh. Oder war’s ein Stier. Oder Ochse? Keine Ahnung. Irgendwie sind die beiden hoch auf einen Baum gekommen. Der Hanswurst muss dann wohl irgendwann runter gefallen sein. Das tat trotz Obstler ordentlich weh und er konnte seine Arme nicht mehr bewegen. Der Hape hat den Hanswurst mit dem Moped dann wohl trotz allem ins nächste Krankenhaus fahren können und da hat der Hanswurst dann zwei Gipsarme gewonnen. Und jetzt kann er nicht mal mehr allein auf’s Klo gehen.

Der Hanswurst hat so schnell keine Lust mehr auf Ausflüge. Und so lässt er sich stattdessen vom Hape und vom Schorsch „pflegen“. Aber das ist eine andere Geschichte…

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