Brotzeiteck Imbiss – oder auch eine bajuwarische Currywurst

Urlaub mit der Familie. Urlaub in den Bergen. Urlaub in den Alpen. Urlaub im Chiemgau. Urlaub in Ruhpolding. 🙂 Und weil Urlaub ist und so, bieten sich Gelegenheiten die hiesigen Köstlichkeiten zu probieren und wenn möglich auch exotische Currywürste zu probieren. Den Anfang meiner alpinen Currywürste macht die vom Brotzeiteck Imbiss, zu finden direkt im Zentrum von Ruhpolding, einem kleineren Kur- und Fremdenverkehrsort in der Nähe von Bad Reichenhall

Erster Eindruck? Der Imbiss liegt am Eck des Fundaments des Alpenhotel Wittelsbach, direkt an der dörflichen Hauptstraße. Gute Lage. 🙂 Insgesamt lässt sich ein leicht verschlafener und altbackener Charme feststellen. Der Innenraum des Imbiss ist eine Mischung aus zeitgeschichtlichem Kitsch und Pommesbude. Das hat schon was. Der dezent mürrische Imbissmann bereitet uns schweigend die Currywurst mit Fritten zu. Eine Bratwurst scheint hier niemand so recht zu kennen. Und so wird’s wohl ne Bockwurst oder so zu werden. Für ca. 6,50 Euro erhalte ich dann eine Styroporbox…

Wie hat’s geschmeckt? Die Wurst ist tatsächlich keine Bratwurst – vielmehr handelt es sich um eine rötliche Brühbockwurst, die nicht gebrüht sondern angebraten wurde. Zuerst muss ich die Wurst allerdings suchen. Sie befindet sich unter der einer zentimeterdicken Currypulver-Ketchup-Schicht. Der Geschmack der Wurst ist irgendwie langweilig – es fehlt der Wurst an Gewürzen und Salz. Und außerdem ist die Wurst nicht geschnitten. Das ist mit Plastikbesteck in einer Styroporschale echt müßig. Zum Glück darf der Imbiss ab Anfang des Monats eh kein Plastikgedöns mehr verkaufen.

Die Currysauce schmeckt durchschnittlich. Mir ist die Tomatensäure ein wenig zu intensiv. Was mich regelrecht stört ist die enorme Menge an staubigen Currypulver. Das schmeckt nicht mal besonders und verhunzt in meine Augen ein wenig das Gesamtergebnis.

Die Fritten sind eher nicht so gut. Sie sind labbrich, zu hell und im Geschmack langweilig. Das muss besser gehen. Vermutlich waren sie ein klitzekleines bisschen besser, aber bereits 2-3 Minuetn in einer Styroporbox tun ihr übriges. Ich frage mich ernsthaft, warum diese Styropor-Burgerpackungen von Imbissen bis heute eingesetzt werden (hoffentlich: wurden).

Die Lokation habe ich ja bereits ein wenig beschrieben. Ich finde die Urigkeit und Verschrobenheit des Imbissambientes einfach bezaubernd. So im Sinne von unterschätzten Orten. Dazu passt auch hervorragend das mürrische Auftreten des Imbissmanns. Vermutlich würde hier eine zotenreißende Wurstbräterin einfach nicht ins Gesamtbild passen…

Fazit? Na ja. Ich bin nicht begeistert. Der Imbiss ist schon ok, das Essen leider nicht. Und so denke ich mir, gut das kann nur der Auftakt gewesen sein. Ein mäßiger Auftakt einer alpinen Currywurst-Testreihe. 😉

Wo?

2 Kommentare

    • Vermutlich bin ich auch der einzige, der auf morbien Imbisscharme aus dem letzten Jahrhundert steht. 🙂🥳 Zum Glück gleicht die nächste alpine Currywurst das wieder aus. Und da wollte ich eigentlich zuerst ein ehrliches Gulasch essen… 🤣😂🥳 Schönen Sonnabend noch!

      Gefällt 1 Person

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