Südwester Kiosk – Heute keine Fischbrötchen, aber zum Glück ne Bratcurry!

Sommerurlaub auf der nordfriesischen Insel Föhr. Die Sonne ist gnädig und so geht’s an den Strand. Nach dem Currywurst- und Frittendesaster beim Heißen Dänen versuche ich eine Strandcurrywurst. Mehr zufällig entdecke ich eine Mantaplatte beim Südwester Kiosk am Strand bei Nieblum…

Erster Eindruck? Der Kiosk ist viel mehr ein Imbiss hinter der Düne. Wettertechnisch hat der Imbiss also nix zu befürchten, ist er doch in einem modernen kleinen roten Backsteinbau untergebracht. Wer es noch nicht wusste, ein Südwester ist ein Regenhut – besonders beliebt bei Fischern:

Ein Südwester (engl. Sou’wester; norweg. Sydvest) ist eine wasserdichte Kopfbedeckung für Seefahrer. Er wird aus Öltuch oder Kunststoff als Obermaterial und teilweise Baumwolle als Futter hergestellt. Südwester haben eine breite Krempe, die hinten weit überhängt, damit kein Regenwasser in die Kleidung laufen kann. Die Benennung nach der Himmelsrichtung, aus der der meiste Regen kommt, kommt möglicherweise ebenso wie der Hut selbst aus dem Norwegischen.

Wikipedia

Das Imbisspersonal scheint nett und kompetent zu sein. Nach dem Bestellen und Bezahlen erhalten wir einen Pager und suchen uns einen feinen Platz in einem der Strandkörbe…

Wie hat’s geschmeckt? Die Wurst ist doch tatsächlich eine Bratwurst. Jippi. Dachte schon hier in Nordfriesland kennt man die nicht. Also nichts gegen die Riesenbockcurrywürste. Die sind sicher auch gut. Aber halt nicht so mein Fall. Da das mein Blog ist, darf ich ja bestimmen. 😉 Die Bratwurst ist gut gebraten und geschmacklich ein wenig zurückhaltend, aber ganz solide. Sie ist sogar geschnitten.

Die Currysauce schmeckt erstaunlich gut. Das ist aber nach dem Saucenmassaker beim Heißen Dänen auch nicht schwer. 😉 Die Sauce besticht mit einem feinen Curryaroma. Auch ist die Säure der Tomaten und die pikante Note recht gut ausbalanciert. Für eine Strandsauce wirklich gut gemacht. Pikant. Die Sauce kommt im Abgang ein bisschen scharf – das passt sehr gut. mengenmäßig wurde nach meinem Geschmack ein wenig gegeizt.

Als Beilage wird klassisch eine Semmel gereicht. Über die freute sich mein kleiner Sohn. 🙂 Die Fritten, die ich dazu geordert habe, schmecken ebenfalls gut. Sie sind ordentlich kartoffelig und gut frittiert – außerdem auch kross und salzig. Fein. Ein bisschen anstrengend ist die Handhabung, da die Fritten in der Tüte zur Currywurst serviert werden. Insbesondere, wenn ich einen Schluck aus der Flasche Flens nehmen will. Dann muss ich den Pommespiekser weglegen. Na ja – Luxusprobleme.

Und die Lokalität? Ist gediegen hier. Man lümmelt in Strandkörben rum und trinkt Flens und das obwohl hier eine Jever-Fahne weht. Ich wusste gar nicht, dass es mittlerweile zig Sorten von Flensburger gibt. Das klassische herbe Pils kennt jede/r. Aber nun gibt’s noch Radler, Helles, Gold (Export), Dunkel, Kellerbier, Frühlings- und Winterböcke, Werner’s Bölkstoff, Freibier und Freiradler, Malzbier, Fassbrause und sogar Mineralwasser in der kleinen Bügelflasche. Da wird einem ganz schummerig…

Fazit? Am Strand von Nieblum kann man beim Südwester Kiosk eine ganz brauchbare Mantaplatte verspeisen. Und Bier gibt’s auch. Wer dann die Pfunde wieder runterbringen möchte, kann sogar schwimmen, sofern das Meer da sein sollte – Ebbe und Wattenmeer und so… 😉

Wo?

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