Ska is back in Town mit der Skankin‘ Currywurst

2021 – Corona hält die Menschheit immer noch in seinem „Würgegriff“. Mittlerweile ist September und der Kulturbereich darf abgestuft nun schon seit einiger Zeit wieder arbeiten. So jetzt auch endlich „Großveranstaltungen“. Nach 2-jähriger Zwangspause gibt’s wieder Ska in der Reduit. Hermann Junglas veranstaltet jetzt schon seit ca. 20 Jahren Skafestivals in der Reduit – schön gelegen am Rhein in Wiesbaden. Aber eigentlich in Mainz – heißt doch der Stadtteil Wiesbaden-Mainz-Kastel. Und das heutige Festival schmückt sich mit dem Namen Ska is back in Town. Das Line-Up liest sich auch nicht schlecht. Immerhin mag ich drei von den vier Bands. Die Aschaffenburger T-Killas, The One Droppers aus Mailand und die Nutty Boys von Napoleon Solo aus Copenhagen gefallen mir gut. Lediglich die Kölner Band Masons Arms kann mich auch ein weiteres wenig überzeugen und holt mich einfach nicht ab. Der Hanswurst ist ganz hin und weg von T-Killas. Seine erste Assoziation waren die Mighty Mighty BossTones.

Was mich und den Hanswurst dann aber endgültig abholt, ist der Umstand, dass es wieder Currywurst gibt. Wie schon beim Riverside Stomp 2019. Heute aber sogar mit Fritten…

Erster Eindruck? Es ist nicht wirklich voll. Die Corona-Auflagen zwingen zu einer überschaubaren Zuschauermenge. Ist das Außengelände de Reduit sonst immer vollgestopft mit Rude Girls and Boys sind heute nur max 500 Personen am Start. Da es erst ca. 16:30 Uhr ist und gerade die erste Band, die guten Skapunker von T-Killas die Bühne rocken, ist es sowieso noch recht leer. Das bedeutet aber auch, dass Hanswurst am Fressstand direkt unsee Asischalen ordern kann. Er ist heute dran mit zahlen. Er erhält runde Pappteller mit Wurst und Fritten und wir verziehen uns an unseren Biertisch – ja hier ist jeder Gast einem Tisch zugeordnet, zwecks Nachverfolgung und so…

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst sieht ganz gut aus. Sie schmeckt auch akzeptabel. Sie ist ausreichend lang gebraten und das Brät ist gut gewürzt. Keine Ausnahmewurst, aber sehr solide. Hanswurst meint „eine Skawurst“. 😉

Die Currysauce überrascht mich für’ne Festivalcurrywurst. Sie scheint selbst gekocht zu sein und erinnert leicht an Schaschlik mit Curry. Ein bisschen scharf, ein leichtes Ungleichgewicht im Säureverhältnis, aber durchaus brauchbar. Das gefällt mir. Dem Hanswurst sowieso – er steht schwer auf Schaschlik.

Bei den Fritten habe ich heute wohl Pech. Meine Marge ist recht hart und somit auch zu kross. Sogar mit dem Edelstahlpieker ist es nicht einfach. Im Zweifel brechen die Fritten einfach. Der Hanswurst nimmt eh die Finger und mal ehrlich, es gibt wenig was ihm nicht schmeckt. 😉

Und die Lokation? Ist natürlich deluxe. Mit Freund:innen gute Live-Musik hören, dabei ein Bierchen und ne Asischale und zusätzlich auch noch sommerliche Temperaturen im September mit Sonnenschein. Was will mensch mehr? Vielleicht noch mit einer Ostberlinerin eine ausschweifende Diskussion über die „richtige“ Currywurst führen…

Fazit? Auch Festivals lernen dazu. War die Currywurst 2019 noch eher mau und definitiv ausbaufähig, wird 2021 schon eine solide Asischale abgeliefert. Currywurst meets Jamaikanischen Studio One-Rocksteady, Londoner TwoTone-Ska und amerikanischen Skapunk. Hoffentlich nächstes Jahr wieder!! 🙂

Wo?

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