Gaumenfreu(n)de – oder auch eine Pfälzer Grillbude in Rheinhessen

Es ist mal wieder soweit. Das Bundesland in dem ich lebe hat Geburtstag. Es gehört mit seinen 75 Jahren auf’m Buckel zu den Dienstältesten im Bund und das will was heißen. Zum Glück muss ich dafür nicht reisen – hätte ich vermutlich auch nicht gemacht, sondern ich musste eigentlich nur zur Haustür rausfallen und schon bin ich drin im Feiergetümmel. Die Menge schleift mich mit und irgendwann steige ich aus dem Partyzug aus und finde mich am Fastnachtsbrunnen wieder. So was gibt’s auch nur in der Helau-Stadt Mainz… 😉

Erster Eindruck? Hier finde ich einen ansehnlichen Cateringstand oder -container in ansprechender Optik. Gaumenfreunde steht dran und die kommen wohl aus dem Süden des Landes, genauer aus der Pfalz. Das Personal ist routiniert und nicht auf den Mund gefallen. Für 10 (!) Euro gibt’s hier eine Currywurst mit Fritten. Schon krass, was die Imbisse heute verlangen. Neben mir und meiner Wurst stehen noch zahlreiche andere Menschen, die entweder ebenfalls an einer Wurst nagen, einen Wein schlürfen oder der Musik der nahen Bühne lauschen. Bei Wurstmümmeln erkenne ich, dass ich direkt neben der rheinland-pfälzischen Finanzministerin und dem Gesundheitsminister stehe, die ins Gespräch vertieft sind. Die Ministerin hätte mir eigentlich auch die Wurst ausgeben können – quasi am 75. Geburtstag mal einen springen lassen oder so… 😉

Wie hat’s geschmeckt? Die Wurst ist eine Rote aus der Pfalz. Habe leider erst später gesehen, dass es auch eine weiße Bratwurst gegeben hätte. Na ja. Die Rote eben. Woraus besteht die uns wie wird sie rot? Ein Rindswurst ist das nämlich nicht. In diesem verrückten Internet finde ich folgendes:

„Die Rote Wurst (kurz: Rote) ist eine beliebte Bratwurst in Schwaben
und Südbaden. Im Handel taucht in jüngerer Zeit auch abgepackte Ware mit
der Bezeichnung Cervelat auf, eine Bezeichnung aus der Schweiz für
diese Wurstart. Obwohl es sich eindeutig um eine Bratwurst handelt, wird
sie in der Regel schlicht als „Rote Wurst“ bezeichnet. Sie ähnelt einer
Bockwurst und enthält sehr feines Brät aus Schweinefleisch und Speck
und schmeckt besonders würzig. Das verwendete Pökelsalz führt zu der
typischen rötlichen Färbung der Bratwurst“.

Quelle: verrücktes Internet

Für eine Rote schmeckt die Wurst dann aber doch recht passabel. Dennoch werde ich noch nicht so recht grün mit dieser Roten. 😉 Leider erscheint mir die Wurst für den Preis von stolzen 6 Euro dann doch eher wie ein Würstchen.

Die Currysauce hingegen finde ich gut. Sie besitzt eine sämige Ketchupkonsistenz und schmeckt recht ausgewogen nach Curry und Tomate. Im Abgang schleicht sich dann sogar noch eine kleine Schärfe in den Geschmack. Von der Menge her ist es auch allemal ausreichend.

Die Fritten sind bis auf einen Umstand ziemlich gut geglückt. Sie schmecken gut – kartoffelich und salzig. Leider sind sie ein bisschen labbrich. Also nicht ganz labbrich, aber halt schon ein bisschen, so dass der Hanswurst jetzt gesagt hätte. Ach menno. Oder so. Da fehlte doch tatsächlich nur eine knappe Minute in der Fritteuse. Na ja.

Und die Location ist auf dem Schillerplatz natürlich, direkt neben der Bühne vom Rheinland-Pfalz-Tag einfach gut. Nicht zu voll, weil schön am Nachmittag. Passenderweise gibt’s zur Asischale Musik der Interpretin Metty. 😉 Und vom nahen Winzerstand einen schönen mineralischen Riesling. Lecker, lecker, lecker…

Fazit? Guter Rheinland-Pfalz-Tag in der Landeshauptstadt mit einer pfälzer Currywurst in Rheinhessen. Why not? Und ordentliche Fritten dazu…

Wo?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s