Metzgerei Frankenberger – solide Metzgerscurrywurst mit „knusprigen“ Kartoffelspalten

Mittagszeit. Mit dem Hanswurst unterwegs auf der Suche nach Currywurst. Da fällt mir ein, dass dienstags ja immer bei der Metzgerei Frankenberger in der Schießgartenstraße eine C-Wurst auf’m Speiseplan steht…

Erster Eindruck? Die Metzgerei schaut aus wie eine Metzgerei. Außen steht eine Biertisch- und Bankgarnitur auf der Gasse und innen in der Metzgerei ist alles „hübsch“ gekachelt und mit viel Zeugs vollgestellt. Das soll sich nicht despektierlich anhören. Immerhin gibt es hier auch den leckeren Sekt und Wein vom Weingut Metzger (aus der Pfalz) zu kaufen. Man beachte das Wortspiel. Hahaha. Egal. Für 7,50 Euro erhalten wir unsere Plasik-Asischalen und verziehen uns nach draußen. Der Hanswurst kauft sich auch noch ne Flasche Riesling. Aber er hat das auch noch nie wirklich trennen können, also das mit dem Dienst und dem Schnaps…

Wie hat’s geschmeckt? Bei der feilgebotenen Wurst handelt es sich um eine Bratwurst. Um eine sehr feine Bratwurst. Sie hat schon fast Weißwurstcharakter. Mir ist sie ein wenig zu fein. Der Hanswurst findet das aber knorke. Geschmacklich ist die Wurst sehr zurückhaltend und heißer hätte sie auch sein dürfen.

Die Currysauce ist aber lecker. Sie schmeckt selbst gekocht. Ich erinnere mich daran, wie mir hier vor Jahren ein Wurstfachverkäufer davon vorschwärmte, dass er sich das Currywurstsaucenrezept selbst ausgedacht hatte. Heute kann ich leider nicht mehr beurteilen, ob sich seither an der Rezeptur irgendetwas geändert hat, aber sie schmeckt. Das Säureverhältnis geht ein wenig zu sehr in Richtung Säure. Das gefällt dem Hanswurst wieder sehr. Er steht voll auf Tomtatigkeit. Na ja. Ist halt alles Geschmacksfrage.

Als Beilage gibt es hier eine Kartoffelform, die als knusprige Kartoffelspalten firmiert. Das ist schon lecker. Aber knusprig? Keineswegs. Die Kartoffelspalten sind eher so Schluffis. Labbrige Kartoffelscheiben, die aber gut gewürzt sind. Es würde natürlich auch keinen Sinn machen mit Kartoffelschluffis zu werben. 😉 Der Hanswurst wäre fast wieder in die Metzgerei gegangen, um mal ordentlich heiße Luft abzulassen. Was für ne Luftpumpe. Zum Glück kann ich ihn gerade noch zurückhalten. Der Hanswurst trinkt einfach immer zu viel und dann hat er Temperament.

Die Lokalität ist nett. Nettes Wurstfachpersonal, allen voran natürlich der nette Herr Frankenberger, der auch schwer im Cateringgeschäft ist. Und dann die Möglichkeit auf der Gasse am Biertisch die Currywurst zu mümmeln. Das ist schon sehr schön.

Fazit? Nette Metzgerei. Die Bratwurst und Kartoffeln sind ausbaufähig. Auch und vor allem vor dem Hintergrund des doch recht stolzen Preises von 7,50 Euro bei einer doch überschaubaren Menge.

Wo?

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