Currywurstsauce (Edition H. Wohlfahrt) trifft auf Seitanbratwurst und DIY-Ofenfritten und ein alkf. Pils

Heute wird mal wieder zu Hause getestet. Dafür habe ich folgendes besorgt:

Erster Eindruck? Heute scheint alles eher Richtung Süddeutschland zu tendieren. Die Currywurst kommt aus Baden-Würschtlberg, das Bier aus der Oberpfalz und die Kartoffeln aus Rheinhessen. Bei der Currywurstsauce handelt es sich um ein Glas mit einem Füllgewicht von 160g. Das Glas habe ich eher zufällig im Mainzer Scheck-In-Center gefunden. Kostenpunkt ca. 4-5 Euro. Die Aufmachung ist schlicht und zurückhaltend designt. Die veganen Supergriller fand ich in einer 2Wurstpackung in einem lokalen Bioladen. Je Wurst habe ich ca. 2 Euro gezahlt. Die Kartoffeln sind vom hiesigen Kartoffelhof in Mainz-Bretzenheim und besitzen den wohlklingenden und exotischen Namen „Nixe“ und sind mehligkochend. Das Bier ist bio und alkfrei und irgendwie übriggeblieben. 😉 Aber nun zum Test…

Wie hat’s geschmeckt? Die Bratwurst besteht zum größten Teil aus Seitan, was im Grunde bloß aus Weizeneiweiß und Wasser besteht und bisweilen auch Gluten genannt wird. Bis heute ist Seitan Teil der traditionellen japanischen Tempura-Küche. Egal – Sushi ist es auf jeden Fall nicht. Die Konsistenz ist fleischähnlich und definitiv anders als die von Tofu – vielleicht ein bisschen zäher. Geschmacklich kommt die Wurst sehr nahe an eine herkömmliche Bratwurst heran. Was im Geschmack definitiv anders ist, ist der Fettgeschmack, der bei der Seitanwurst gänzlich fehlt. Das muss aber nicht schlecht sein. Insgesamt gefällt mir dise vegane Wurst aber recht gut.

Die Currywurstsauce der „Edition H. Wohlfahrt“ ist von der Beschaffenheit flüssig, aber nicht zu flüssig und auch nicht so schleimig-sämig, sondern eher so püriert. Der Tomatengeschmack ist dominant. Curry schmeckt man gut raus. Aber die Frucht ist hier ebenfalls präsent, schmecke ich doch in dieser Sauce auch Apfel. Weiter findet sich eine bitter-süße Note beim Verzehr und im Abgang wird’s dann leicht scharf.

Die Sättigungsbeilagen in Form der DIY-Ofenfritten, der Gin-Mayonnaise und dem alkfreien Pilsken taugen was. Für die Fritten habe ich die Kartoffeln in Stifte geschnitten und anschließend einmal in Olivenöl mit Salz und Currypulver gebadet, um sie dann für 23 Minuten in den Ofen bei ca. 223 °C zu stellen – zusammen mit der Gin-Mayonnaise aus Amsterdam ein richtiger Genuss. 🙂 Amsterdam? Das liegt doch in den Niederlanden! Also doch keine echte Südgeschichte heute. Puh. Die Mayo ist also die Rettung. Schöner Gedanke von Holland gerettet worden zu sein. 🙂 Na und das Bier mundet halt wie ein ordentliches Pils – nur ohne Alkohol. Das schmeckt man dann eben auch, also die Abwesenheit des Alks. Dafür aber recht gut. Dazu passt im Übrigen bestens die Musik von Judge Dread, der unter anderem auch Ehrenbürger Äthiopiens war:


Quelle: YouTube

Die Wurstküche ist heute nur für mich reserviert. Das heißt, ich muss nicht teilen und kann laut Musik hören und Bier trinken. 😉 Das passt sehr gut. Nur muss ich mir dann – den Ranzen voll gefressen – meinen Espresso selber baristieren. Einen Tod muss ich wohl sterben…

Fazit? Die Seitan-Bratwurst finde ich gar nicht mal schlecht. Das könnte eine Alternative zu den armen konventionellen Großschlachthofwürstchen sein. Der/die Teutone könnte irgendwann auf die Idee kommen seinen/ihren Fleischkonsum ein wenig runterzufahren. Gründe gäbe es viele. Hm. Die Currywurstsauce von der Scheck-In Manufaktur kann sich auch sehen lassen. Frei von Geschmacksverstärkern und Stabilisatoren wartet diese Sauce mit einer Fruchtigkeit auf, die sich sehen lassen kann. Kann ich gut und gerne weiterempfehlen. 🙂

Woher?

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