BULLS Meatlovers – regional verwurstet zwischen Gleis 1 und 2

Endlich wieder Kultur! Wie? Wirklich? Nee, leider nicht mehr – ist ja Lockdown, Shutdown oder oder oder. Der folgende Beitrag ereignete sich an einem schönen Abend im September… 🙂

Heute Abend geht es endlich mal wieder zu Schlachthof in Wiesbaden. 🙂 Im Programm heute, die Skapunker von Talco aus dem schönen Venedig. Das Konzert ist coronagerecht bestuhlt konzipiert. Zudem will die Band unplugged spielen. Ska unplugged!!! Ich bin gespannt. 😉

Auf dem Weg zum Schlachthof müssen wir natürlich durch den Wiesbadener Hauptbahnhof. In diesem findet sich seit – keine Ahnung, zumindest – noch nicht so furchtbar langer Zeit der Imbiss BULLS Meatlovers. Und im Angebot findet sich eine Currywurst… 😉

Erster Eindruck? Ein Imbiss in einem modernen Imbisshäuschen eines typischen deutschen restaurierten Bahnhofs. Der Wiesbadener Hauptbahnhof ist der kleine Bruder des Frankfurter HBFs. Beide sind Kopfbahnhöfe und dürften Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut worden sein. Der Hauptbahnhof ist ein Paradebeispiel des Stils des Neobarock – innen ist das Bauwerk – im Gegensatz zu seinem Äußeren – aus gelbem Sandstein gefertigt. Die eigentliche Bahnsteighalle besteht aus einer Stahl-Glas-Konstruktion. Sehr schön. 🙂

Angeboten wird bei den BULLS Meatlovers neben Coffee to go, natürlich Fastfood wie Currywurst, Burger und Fritten. Der Imbiss setzt dabei auf Produkte aus der Region, handgeformte Fleischpatties und hausgemachte Soßen. Auch die Fritten sollen von den Mitarbeiter*innen vor Ort selbst aus frischen Kartoffeln hergestellt werden. Für 4 Euro erhält man hier eine Bratcurry und für 3 Euro eine Portion Pommes, serviert in separaten Schälchen und als Zugabe erhält man ein Plastiktütchen mit 4(!) Gummibärchen…

Wie hat’s geschmeckt? Bei der Wurst handelt es sich um eine Bratwurst. Diese besitzt einen recht geringen Durchmesser und sie ist in mundgerechte Stücke zerkleinert worden. Geschmacklich kann sie überzeugen, die Würzung ist gut und das Brät hat eine festere Konsistenz, was den Schluss zulässt, dass es sich um qualitativ hochwertiges Fleisch handelt, also wenig Fett und vermutlich wenig Wasser/Eis. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die Tatsache, dass das Fleisch aus der Region stammen soll.

Die Currysauce sieht gut aus. Vielleicht ist sie mir ein wenig zu übersichtlich. Aber wie hat sie geschmeckt? Tomatig und fruchtig. Eine sehr feine Kombination. Die Sauce wirkt tatsächlich selbst gekocht und zubereitet. Trotz der hohen Tomatigkeit scheint das Säureverhältnis ausgewogen. Mir gefällt besonders diese „exotische“ Fruchtigkeit, die mit dem Curry richtig gut harmoniert. Leidglich die Menge hätte größer ausfallen können. 🙂

Die Fritten sehen ebenfalls gut aus. Dickerer Schnitt, was in der Regel mehr Kartoffeligkeit verspricht und güldenes Aussehen. Leider schmecken sie nicht so richtig. Das ist natürlich sehr schade. Zum einen scheinen sie nicht ganz durch zu sein und zum anderen haben sie sich trotz zu kurzer Frittierzeit mit Fett vollgesogen. Und zu guter Letzt haben sie nach meinem Geschmack auch zu wenig Bekanntschaft mit Salz gemacht. Schade. Hier steckt definitiv noch viel Entwicklungspotential drin. Zumal die Fritten hier von den MitarbeiterInnen vor Ort selbst aus frischen Kartoffeln hergestellt werden.

Das Ambiente der Lokalität ist in Ordnung. Ein Imbisspavillon in einem Bahnhof. Hier gibt es immer viel zu sehen. In Coronazeiten kann man die Tische am Gleis vorm Imbiss nutzen – das Essen wird einem sogar an den Tisch gebracht. In normalen Zeiten kann man auch im Innenbereich sitzen. Ich glaube, dieser ist ansprechend und modern eingerichtet. Außerdem wird man von einem mannsgroßen Bullenkopf beobachtet. 😉 Ach ja, das Personal. Dieses erscheint mir sehr freundlich und sogar gut gelaunt – sie scherzen untereinander. Das freut mich immer sehr, wenn sich die Kollegas untereinander verstehen, dann kann die Arbeit nicht so schlecht sein…

Fazit? Hier im Wiesbadener Hauptbahnhof kann man eine gute Currywurst essen gehen. Wenn die Fritten noch besser werden, könnte sich dieser Wurstdealer tatsächlich rumsprechen. Im Mainzer HBF sollte eigentlich auch eine Filiale entstehen, allerdings ist hier schon seit ca. 1 Jahr Baustelle und dank Corona liegt diese vermutlich brach, so dass hier mit einer Eröffnung wohl eher nicht mehr zu rechen sein dürfte…

Wo?

Und zum Schluss, aber auch wirklich nur für diejenigen, die bis ganz unten gescrollt haben kommt noch die besondere Aufgabe des heutigen Such-einen-Weihnachtsbaum-Tags. Dürfte wohl nicht so schwer sein… 😉

2 Kommentare

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