Teufelsküche

Der 6.07.2018 war definitiv kein Mittwoch. Freitag, auf jeden Fall war es ein Freitag. Die hier angesprochene Wurst fällt mal wieder in die Kategorie „einfach mal mitgenommen“. Neben dem Elternzeitprojekt meine Lieblingscurrywurst zu finden, besuche ich alle Mainzer Stadtteile mit dem Ziel meine Wahlheimat besser kennenzulernen. Beim zweiten Projekt begleitet mich stets ein Freund, der ebenfalls in Elternzeit ist. Ideal ist es immer dann wenn sich beide Projekte miteinander kombinieren lassen.

Und so führte uns der Weg mit der Tram nach Hechtsheim. Nach einem längeren Marsch durch das nicht wirklich kleine Hechtsheim gelangten wir zur Teufelsküche. Diese ist ein uriger Imbiss mitten im Industriegebiet. Für 6,80 Euro bekommt man hier eine Currywurst mit Pommes Spezial und einem Kaltgetränk.

Erster Eindruck? Klassischer Imbiss im Industriegebiet. Nicht sehr groß, aber immerhin mit wenigen überdachten Sitz- und Stehmöglichkeiten. Recht gute Auswahl an Bratgedöns und Frittiertem. Der Imbissmann war sehr nett und wahrscheinlich gibt es keinen Ort auf der Welt zu dem er besser passen würde als in seinen Imbiss. Nach 5-10 Minuten waren die Currywurst für mich und der Jim Delligatti-Gedächtnisburger für meinen Mitreisenden fertig. Die Currywurst kam auf einem Teller, sie war geschnitten und die Pommes Frites ersoffen auf holländische Art in Mayo mit extra vielen Zwiebeln.

Wie hat’s geschmeckt? Die Wurst hatte ein feines weißes Brät und war ordentlich durchgebraten. Die Brataromen korrespondierten aufs beste mit der Currysauce. Diese war nicht aufdringlich, sondern schmeckte recht fein nach einem leicht scharfen Curry und schien überhaupt recht gut abgestimmt zu sein. Currypulver war reichlich vorhanden und besaß tatsächlich einen eigenen Geschmack, der es verstand sich gut ins große Ganze einzubringen. Die Pommes Frites waren hingegen besserer Durchschnitt, aber handwerklich prima umgesetzt.

Die Location ist mit einem Industriegebietsimbiss in Hinsicht Ambiente nur schwer zu toppen. Hier isst jeder neben jedem, hier wird jeder für den Moment des Verweilens gleich – wie eine temporäre Vergemeinschaftung. Bezeichnend, ja beinahe bewegend, war der Moment als ein zufriedener Gast bei der Tellerrückgabe dem Imbissmann erzählte, dass er eigentlich nur einmal die Woche den Imbiss aufsuchen wollte, er aber von der Currywurst angefixt zu sein schien, sodass dies bereits sein dritter Besuch diese Woche war.

teufelsküche

Fazit? Mit 20 (von 25) Punkten bekommt man hier ein ziemlich gutes und rundes Wursterlebnis geboten. Wer also etwas im Hechtsheimer Industrigebiet zu erledigen hat, kann hier getrost eine Currywurst essen gehen.

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